Nicht alle Eltern wünschen sich Rückkehr zum Schulalltag

Schulkinder werden in einem Klassenraum einer Grundschule unterrichtet. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
© deutsche presse agentur

31. Mai 2020 - 9:21 Uhr

Bei Berliner Eltern gehen die Ansichten über die schnelle Rückkehr zum gewohnten Unterricht auseinander. Mehrere Bundesländer haben in den vergangenen Tagen angekündigt, dass die Schüler zumindest an Grundschulen bald nicht mehr getrennt, sondern wieder in voller Klassenstärke unterrichtet werden sollen. Das sei auch aus Sicht vieler Eltern in Berlin richtig, sagte der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Norman Heise, der Deutschen Presse-Agentur. "Und gefühlt werden es mehr."

Nach wochenlangem Homeschooling und eingeschränkten Arbeitsmöglichkeiten sei oft der Wunsch groß, wieder zum Schulalltag zurückzukehren. In vielen Familien sei inzwischen das Urlaubspensum der Eltern außerdem weitgehend aufgebraucht. Auf der anderen Seite gebe es aber auch Eltern, die darauf hinwiesen, dass die Pandemie noch nicht vorbei sei, sagte Heise.

Wichtig aus Sicht der Landeselternvertreter ist vor allem die Frage, wie es nach den Sommerferien weitergeht: Unterricht, der tatsächlich in der Schule und mit Begleitung durch erfahrene Lehrkräfte stattfindet, sei nach den Ferien gerade für die Erst- und Zweitklässler unverzichtbar, so der Landeselternvorsitzende.

Quelle: DPA