New York: Zugunglück – mehrere Tote

02. Dezember 2013 - 14:21 Uhr

Wagen aus Gleisen gesprungen

Bei einem schweren Zugunglück in New York sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Fast 70 Menschen wurden der Polizei zufolge verletzt, als ein Vorortzug am Sonntagmorgen (Ortszeit) im Stadtteil Bronx entgleiste.

New York Zugunglück
Mehrere Wagen sind aus den Gleisen gesprungen.

Der 'New York Times' zufolge schweben auch Stunden nach dem Unfall noch elf Verletzte in Lebensgefahr. Die Unglücksursache ist unklar. Eine Verletzte berichtete, dass der Zug schnell in eine Kurve gefahren sein soll. "Der Zugführer ist ziemlich schnell in die Kurve gegangen. Das nächste, was ich mitbekommen habe, war, dass ich mitten in einem Zugwrack saß", sagte Dianna Jackson den 'New York Daily News'. Sie sei fast zwei Meter geflogen und auf einer kaputten Fensterscheibe gelandet. Sie sei über den Boden gerutscht, Kies in ihrem Mund. "Vielleicht war es eine Minute, es schien wie eine Ewigkeit. Ich wollte einfach nur, dass es aufhört." Die Zeitung meldete auch, der Zugführer habe ausgesagt, die Bremse habe nicht funktioniert. Offiziell hieß es nur, es werde ermittelt.

Dutzende Rettungskräfte sind im Einsatz

Fünf der sieben Waggons waren an der Station Spuyten Duyvil aus den Gleisen gesprungen. Einige kippten auf die Seite und lagen Dutzende Meter neben den Schienen. Ein kleiner Teil des Zuges hing im Hudson River. Zwei Menschen starben, als sie aus dem Zug geschleudert wurden. Zwei weitere kamen innerhalb des Wracks ums Leben. Etwa 100 Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Der Unfall geschah nur ein paar Meter von der Station entfernt, unmittelbar vor der Henry Hudson Bridge. Der Zug kam aus dem Städtchen Poughkeepsie und sollte etwa 20 Minuten später in den Grand Central Terminal in New York einfahren.

An derselben Stelle war Mitte Juli schon einmal ein Zug entgleist. Damals waren zehn der 24 Waggons aus den Gleisen gesprungen. Allerdings war es ein Güterzug, der nur Müll geladen hatte. Niemand war verletzt worden.

Die Vorortzüge befördern jeden Morgen Hunderttausende aus dem Umland nach New York, sonntags sind sie weit weniger besetzt. Doch dieser Sonntag ist das Ende des langen Thanksgiving-Wochenendes, an dem mehr Menschen in den USA unterwegs sind als irgendwann sonst im Jahr.