Stiftungsgelder missbraucht

Trump muss Millionenstrafe zahlen

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8. November 2019 - 7:51 Uhr

Missbrauch von Spendengeldern

US-Präsident Donald Trump soll Gelder seiner gemeinnützigen Stiftung missbraucht haben. Er habe sie illegal für Geschäfts- und Kampagnenzwecke genutzt. Ein Gericht in New York entschied: Trump muss zwei Millionen Dollar an wohltätige Organisationen zahlen.

Zwei Millionen an Charity-Organisation

Der Rechtsstreit rund um seine gemeinnützige Stiftung, die "Trump-Foundation", begann bereits im Juni 2018. Die Staatsanwaltschaft in New York warf dem amerikanischen Präsidenten und seinen drei ältesten Kindern Eric, Ivanka und Donald Trump Jr. vor, sie hätten die Stiftung unerlaubt für Geschäftsinteressen und private Zwecke genutzt.

Am Donnerstag einigte sich Trump mit einem New Yorker Gericht auf einen Vergleich. Wegen der illegalen Geschäfte zahlt er knapp zwei Millionen Dollar (1,8 Millionen Euro) an Charity-Organisationen.

Trump nutzte Spendengelder für persönliche Zwecke

In dem Prozess gestand der US-Präsident, dass er seine Stiftung für seine persönlichen Interessen genutzt hat. Trump soll für seinen Präsidentschaftswahlkampf vor drei Jahren Spendengelder der Charity Stiftung in Höhe von 2,8 Millionen Dollar (2,5 Millionen Euro) zweckentfremdet haben. Außerdem habe er Gelder der Stiftung für sein privates Ferienanwesen Mar-a-Lago Ressort in Florida genutzt, Trump-Hotels beworben und einen Golfclub bezahlt. Darüberhinaus habe die "Trump-Foundation" 30.000 Dollar (27.100 Euro) für zwei Portraits des Präsidenten ausgegeben. Seine Stiftung wird nun aufgelöst.

Trump fühlt sich von New York attackiert

Der amerikanische Unternehmer Trump äußert sich am Freitag auf Twitter sehr kritisch zum Ausgang des Rechtsstreits. "Ich bin vielleicht die einzige Person der Geschichte, die 19 Millionen Dollar für gute Zwecke gespendet hat und trotzdem vom Staat New York attackiert wird.", so der US-Präsident.