Die teuerste Schuh-Auktion der Welt

Nike-Sneaker für 390.000€ versteigert

Der Nike "Moon Shoe" wurde im Jahr 1972 gefertigt und mit einer Stückzahl von gerade einmal zwölf Paaren auf den Markt gebracht.
© dpa, Ryan Unruh, cul

25. Juli 2019 - 11:03 Uhr

Sensations-Auktion in New York

Ein Paar Turnschuhe des Sportartikelherstellers Nike wurde am Dienstag für sage und schreibe 437.500 US-Dollar versteigert. Umgerechnet rund 390.000 Euro waren es dem kanadischen Unternehmer Miles Nalad (61) wert, um in das 1972 angefertigte Modell "Moon Shoe" zu investieren.

Selber Wert wie Merkels Jahresgehalt

Miles ersteigerte den Turnschuh im Auktionshaus von Sotheby's in New York. Das Unternehmen gab bekannt, dass dies der höchste Preis sei, der jemals bei einer Sneaker-Auktion gezahlt wurde. Mit dem Geld hätte er auch Angela Merkels Gehalt für ein Jahr auszahlen können. Laut dem "Handelsblatt" verdient die Kanzlerin nämlich 351.552 Euro im Jahr. Unternehmer Miles, der zuvor schon weitere 99 Paar Schuhe im Wert von 760.000 Euro mit nach Hause nahm, möchte die Schuhe jetzt in seinem Privatmuseum in Toronto ausstellen.

Inspiriert durch einen Waffeleisen

Rundumsicht des Nike "Moon Shoe"-Turnschuhs
Das Sohlenprofil des Nike "Moon Shoes" entstand angeblich im Waffeleisen. Nike-Mitgründer Bill Bowerman tüftelte dafür am Gerät der eigenen Frau herum.
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Mit dem seltenen "Moon Shoe" besitzt er nun das einzige als "ungetragen" vermerkte Paar der Serie. Nike-Mitbegründer Bill Bowerman ließ sich für die Sohle einst vom Waffeleisen seiner Frau inspirieren. Gerüchten zufolge goss er eine ganz spezielle Gummiart ins Gerät und kam schlussendlich zum unverwechselbaren Waffel-Sohlenprofil. Nur zwölf Paare kamen dann im Zuge der Olympic Trials in den Umlauf.