New Mexico: Elf verwahrloste Kinder aus heruntergekommenem Versteck befreit

06. August 2018 - 13:57 Uhr

Bewaffnete Extremisten hielten Kinder gefangen

Im US-Bundestaat New Mexico konnte die Polizei elf verwahrloste Kinder im Alter zwischen einem und 15 Jahren aus einem heruntergekommenen Versteck befreien. Die Kinder sollen dort von bewaffneten Extremisten gefangen gehalten worden sein. Laut dem Sheriff-Büro des Landkreises Taos sei der Grund für diesen Einsatz die monatelange Suche nach einem entführten Dreijährigen aus dem Bundesstaat Georgia gewesen. Der Junge war jedoch nicht unter den befreiten Kindern.

Polizei nahm zwei Männer in Gemeinde Amalia fest

Nach einem Durchsuchungsbefehl des örtlichen Sheriffs und einem Notruf, der offenbar aus dem Versteck kam, stürmten dutzende Beamte das Versteck in der ländlichen Gemeinde Amalia. Dort bestätigte sich die Vermutung, der Vater des Dreijährigen, Siraj Wahhaj, könne sich dort befinden: Laut Berichten der "Welt" nahmen die Beamten zwei Männer fest, darunter auch Wahhaj.

Der Polizei zufolge soll es sich bei dem Versteck um einen "kleinen im Boden vergrabenen Wohnwagen, der mit Plastik bedeckt war" handeln. Demnach fehlte es an Wasser, Sanitäreinrichtungen und Elektrizität. Kartoffeln und Reis sollen die einzigen Lebensmittel gewesen sein, die die Beamten dort fanden.

Dreijähriger aus Georgia immer noch vermisst

Bei den festgenommenen Männern wurden Sturmgewehre, Pistolen und Munition gefunden. Die Polizei soll die Männer als "Extremisten muslimischen Glaubens" eingestuft haben, berichtet die "Welt". Neben den elf verwahrlosten Kindern wurden in dem Versteck auch drei Frauen gefunden, die vermutlich die Mütter seien. Zunächst wurden sie zur Befragung in Haft genommen, später aber vorläufig wieder freigelassen.

Der immer noch vermisste Dreijährige aus Georgia wurde Ende vergangenen Jahres von seiner Mutter als vermisst gemeldet. Sein Vater Siraj Wahhaj sei damals mit ihm in den Park gegangen und nie zurückgekommen.