Literatur

Neustart für Thüringer Buchtage nach Corona-Zwangspause

Thüringer Buchtage
Ein Mann blättert bei den Thüringer Buchtagen in Erfurt in einem Buch.
Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Bei Buchmessen denken Literaturliebhaber zuerst an Frankfurt oder Leipzig. Aber auch Thüringen hat da etwas zu bieten - die Buchtage, die nach zweijähriger Zwangspause wieder zum Besuch locken.

Zwei Jahre mussten Lesehungrige wegen der Corona-Pandemie auf die Thüringer Buchtage verzichten, nun können sie wieder an Ständen von Verlagen stöbern und zu Lesungen kommen. Am Freitag (10.00 Uhr) wird in Erfurt die zehnte Auflage der Thüringer Buchtage eröffnet. Bis einschließlich Samstag stellen 30 Verlage ihr Programm vor, 15 Autoren und Kreative sowie weitere Einrichtungen aus dem Literaturbetrieb sind dabei. Die Fachmesse richtet sich nicht zuletzt auch an Bibliotheken. In den Jahren vor der Corona-Zwangspause hatte sie regelmäßig zwischen 3000 und 4000 Gäste angelockt.

Weil in diesem Jahr auch die in der Branche bedeutende Leipziger Buchmesse wegen Corona ausgefallen ist, sei der Neustart der Thüringer Buchtage besonders wichtig, erklärte Wirtschaftsstaatssekretär Carsten Feller vorab. Damit gewinnen die Buchtage für ganz Mitteldeutschland an Gewicht, teilte er mit. Das Programm sei umfangreicher, die Veranstaltungen erstreckten sich bis in die Erfurter Innenstadt. Feller geht deshalb auch von einem höheren Besucherinteresse als vor der Pandemie aus - bei freiem Eintritt. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Veranstaltung in diesem Jahr mit 50.000 Euro.

Nach Angaben von Ministerium und Börsenverein sind in Thüringen 90 Verlage ansässig, von denen derzeit rund 40 aktiv sind. Im Jahr 2020 steuerte der Buchmarkt etwa 40 Prozent zum Gesamtumsatz der Kultur- und Kreativwirtschaft von 936 Millionen Euro bei.