Neuregelungen: Das ändert sich zum 1. Juli 2018

29. Juni 2018 - 18:27 Uhr

Das müssen Verbraucher ab Juli wissen

Der Wechsel zum Juli bedeutet für Verbraucher einige Änderungen. Darunter fällt dieses Mal das Pauschalreiserecht, das sich der EU angleicht, eine Renten-Erhöhung in West und Ost und die Vollendung der Lkw-Maut über das gesamtdeutsche Netz.

Pauschalreiserecht

Ab dem 1. Juli tritt die EU-Pauschalreiserichtlinie in Kraft. Damit ändert sich nicht nur etwas für Pauschalurlauber, sondern auch für diejenigen, die sich Reisen lieber flexibel zusammenstellen.

Mindestgrenze fürs Geldabheben

Bei einigen Banken müssen Kunden bereits seit längerer Zeit eine gewisse Mindestsumme an Bargeld am Automaten abheben. Nun zieht die "ING-Diba" nach. Die mehr als neun Millionen Kunden müssen ab dem 1. Juli mindestens 50 Euro aus dem Geldautomaten ziehen. Der Grund: Sogenannte Direktbanken besitzen kaum eigene Automaten. Wenn Kunden also Maschinen der Konkurrenz benutzen, muss die Direktbank jedes Mal eine Gebühr zahlen.

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Renten-Erhöhung

Erfreuliche Nachricht für alle Rentner: Sie kriegen mehr Geld. Im Westen sind es 3,22 Prozent mehr, in den neuen Bundesländern bekommen Rentner gar 3,37 Prozent mehr Rente gezahlt. So sollen sich die Renten in West und Ost langsam annähern und zum 1. Juli 2024 auf einem Stand sein. Aktuell liegt der Renten-Wert im Osten bei 95,8 Prozent der West-Renten.

Amalgam-Verbot

Zahnärzte dürfen künftig keine Amalgam-Füllungen bei Kindern unter 15 Jahren, Schwangeren und stillenden Müttern verwenden. Amalgam enthält Quecksilber, das bereits in geringen Mengen giftig sein kann. Stattdessen sollen Kunststoff-Füllungen genutzt werden.

Waffen-Abgabe

Waffen und Munition, die in illegalem Besitz sind, können nur bis zum 1. Juli straffrei bei der Polizei abgegeben werden. Darunter fallen beispielsweise Erbstücke, die Verbraucher ungewollt zum Waffenbesitzer machen. Nach dem Stichtag drohen bis zu fünf Jahre Haft für unerlaubten Waffenbesitz.

Vollendung der Lkw-Maut

Die Lkw-Maut wird mit dem 1. Juli auf allen deutschen Bundesstraßen fällig. Damit sind dann insgesamt 51.000 Kilometer in Deutschland betroffen, ein Wachstum um 36.000 Kilometer.

Hinweise auf Schmerzmitteln

Um Patienten besser zu schützen, sind ab dem 1. Juli diverse Warnhinweise auf frei verkäuflichen Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Aspirin zu finden. So soll besonders auf die Gefahren bei zu langer Einnahme hingewiesen werden.