Neues Semester: Studenten für bessere Absicherung

Ein leerer Hörsaal ist zu sehen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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06. April 2020 - 13:40 Uhr

Sachsens Studenten schließen sich bundesweiten Forderungen nach einer besseren sozialen Absicherung für Studierende und Ausnahmen für das Sommersemester an. Durch wegfallende Einkommen würden Betroffene in Existenznöte geraten und nicht im sozialen Sicherungssystem Deutschlands aufgefangen, teilte die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) am Montag mit. Es gehe darum, Studienverzögerungen bei der Förderungshöchstdauer im Bafög zu berücksichtigen. Für Studierende ohne Anspruch auf Bafög sei unbürokratische Soforthilfe notwendig. Wenn in der Corona-Krise die finanzielle Lebensgrundlage wegfalle, brauchten auch Studierende ein Anrecht auf die Sozialleistungen des Sozialgesetzbuches II.

Probleme sieht die KSS ferner in der Ausgestaltung der am Montag begonnenen Semester. Die Hochschulen seien nicht auf eine flächendeckende Umstellung ihrer Lehre und ein digitales Studium vorbereitet. Zudem könne man eine adäquate technische Ausstattung wie eine gute Internetanbindung nicht bei allen Studenten voraussetzen. "Das Semester darf nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet werden. Alle Prüfungsfristen und automatischen Nichtbestehensregelungen sind auszusetzen und um mindestens ein Semester zu verlängern", forderte KSS-Sprecher Paul Senf. Prüfungen seien als Freiversuche zu werten, eine Wiederholung zur Notenverbesserung müsse so möglich sein.

Quelle: DPA