Neues Mindestalter: WhatsApp-Nutzer müssen jetzt 16 Jahre alt sein

WhatsApp hebt das Mindestalter seiner Nutzer von 13 auf 16 an.
© dpa, Martin Gerten, mg sab bwe lof jai dna soe hjb

25. April 2018 - 10:00 Uhr

Neue EU-Datenschutzverordnung hat Konsequenzen für WhatsApp

Müssen sich bald unzählige Teenager in Europa einen neuen Messaging-Dienst suchen? Marktführer WhatsApp hebt das Mindestalter für seine Nutzer von 13 auf 16 Jahre an und reagiert damit auf eine neue EU-Datenschutzverordnung. Alle jungen Nachrichten-Junkies und Vielschreiber können jedoch beruhigt sein: Eine verbindliche Kontrolle will WhatsApp nicht einführen.

WhatsApp verlangt keine Freigabe der Eltern

Alle WhatsApp-User werden demnächst von der App gefragt, ob sie über 16 Jahre alt sind. WhatsApp-Eigentümer Facebook nutzt mittlerweile sogar ein Verfahren, um die Freigabe der Eltern einzuholen. So streng wird die Kontrolle des Chat-Dienstes allerdings nicht ausfallen. Außerhalb der EU bleibt das Mindestalter der Nutzer außerdem bei 13 Jahren.

WhatsApp-Chatverläufe sollen geschützt bleiben

Die EU-Datenschutzverordnung gilt ab dem 25.Mai und erfordert bis 16 die Zustimmung der Eltern zur Datenverarbeitung. Für die Auswertung der europäischen Daten richtet WhatsApp eigens eine neue Tochterfirma in Irland ein. Der Messaging-Dienst betont jedoch, dass Chatverläufe weiterhin nur für Absender und Adressat sichtbar sein werden. Gesammelte Daten sollen für den Nutzer einsehbar sein.