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Neues Drama vor Lampedusa: Mehr als 300 Flüchtlinge "vom Meer verschluckt"

Neues Drama vor Lampedusa: Mehr als 300 Flüchtlinge "vom Meer verschluckt"

Lampedusa: 330 Flüchtlinge "vom Meer verschluckt"
Bei dem jüngsten Drama kamen mehr als 300 Menschen ums Leben.
REUTERS, REUTERS TV

Nur neun Überlebende

Nach Angaben von Überlebenden sollen bei dem jüngsten Flüchtlingsdrama vor Lampedusa mehr als 330 Menschen ums Leben gekommen sein. Insgesamt seien drei Schlauchboote unterwegs gewesen. Auf einem davon waren zu Beginn der Woche 29 erfroren. Auf zwei weiteren Booten seien insgesamt mehr als 210 Menschen gewesen. "Von diesen überlebten nur neun", erklärte UNHCR-Sprecherin Carlotta Sami. "Es sind neun, und sie wurden nach vier Tagen auf dem Meer gerettet. Die anderen 203 hat das Meer verschluckt." Es sei eine "schreckliche und enorme Tragödie". Nun berichteten Überlebende außerdem von einem vierten vermissten Boot mit möglicherweise mehr als 100 Menschen an Bord.

Die süditalienische Insel Lampedusa ist nach zwei Schiffsunglücken mit mehr als 350 Toten im Oktober 2013 zum Sinnbild für Flüchtlingskatastrophen auf dem Mittelmeer geworden. Danach hatte Italien die Rettungsmission 'Mare Nostrum' ins Leben gerufen, die in den folgenden Monaten Tausende Flüchtlinge auf dem Mittelmeer in Sicherheit brachte. Diese wurde vergangenes Jahr von der EU-Grenzschutzmission 'Triton' abgelöst. Das UN-Flüchtlingshilfswerk kritisierte das Programm erneut als unzureichend.