2018 M09 26 - 8:43 Uhr

"Kein großer Unterschied" zwischen ihm und Volker Kauder

Nach seiner Wahl zum neuen Unionsfraktionschef bemüht sich Ralph Brinkhaus, den Schaden für Kanzlerin Angela Merkel kleinzureden. Zwischen ihm und seinem Vorgänger Volker Kauder - Merkels Favoriten - gebe es "keinen großen Unterschied", sagte er im ZDF. "Deswegen ist das auch kein großes Drama." 

Lindner-Forderung zur Vertrauensfrage für Ralph Brinkhaus "Blödsinn"

Die Unionsfraktion hatte Kauder nach 13 Jahren im Amt gegen den Willen Merkels gestürzt. Ralph Brinkhaus gewann mit 125 zu 112 Stimmen überraschend die Kampfabstimmung, zwei Abgeordnete enthielten sich. Mit Blick auf die Kanzlerin sagte Brinkhaus: "Ich habe den Willen, sie zu unterstützen, die Regierung stark zu machen."

Er sehe Merkel nicht beschädigt: "Nein, überhaupt nicht." Es sei "total anständig, freundschaftlich und loyal", dass Merkel Kauder unterstützt habe.

Zur Forderung, sie solle nun die Vertrauensfrage stellen, sagte Brinkhaus, das sei "Blödsinn". FDP-Chef Christian Lindner hatte Merkel diesen Schritt nahegelegt. "Eine instabile Regierung, die nur mit sich selbst streitet und keine Richtung vorgibt, hat das Land nicht verdient", sagte Lindner. "Deshalb empfehle ich Frau Merkel, die Vertrauensfrage zu stellen. Dadurch kann sie entweder die Stabilität wiederherstellen oder die Führung an andere abgeben. Andere Bundeskanzler vor ihr haben dieses Instrument auch genutzt."​


Quelle: DPA / RTL.de