15. Februar 2019 - 8:59 Uhr

Hunt bekommt zweite Chance

Colin Kaepernick kniet aus Protest gegen Rassismus während der amerikanischen Nationalhymne - danach will ihn kein Team mehr haben. Kareem Hunt schlägt eine Frau in einer Hotelhalle zu Boden - zwei Monate später hat er einen neuen Vertrag. In der NFL wird offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen.

Auf das Gewaltvideo folgte die Entlassung

Für die Cleveland Browns war die Gewalttat offenbar kein Grund, den Youngster nicht zu verpflichten - was bei einem Blick in die Kriminalakte unverständlich ist.

Vor zwei Monaten hatte Kareem Hunt eine Frau in einem Hotel zu Boden gestoßen und sie getreten. Seinem damaligen Arbeitgeber, den Kansas City Chiefs, erzählte er eine andere Geschichte - dumm nur, dass die Gewalttat auf Video festgehalten wurde und wenig später auch an die Öffentlichkeit gelangte. Die Chiefs entließen ihren Superstar sofort.

"Was ich tat, war unentschuldbar"

In seinem ersten Statement als Cleveland-Spieler zeigte er sich reumütig. "Zuerst möchte ich mich noch einmal für meine Handlungen im vergangenen Jahr entschuldigen. Was ich tat, war falsch und unentschuldbar. Das ist nicht der Mann, zu dem ich erzogen wurde", sagte Hunt. Er habe aus der Erfahrung gelernt. Zugleich bedankte er sich bei den Browns-Verantwortlichen für die neue Chance.

Auf eine neue Chance wartet ein anderer Star der Liga bislang vergeblich: Colin Kaepernick hatte bei Spielen seiner San Francisco 49ers während der Nationalhymne gekniet, um auf Rassismus in der USA aufmerksam zu machen. Seitdem hat er keinen neuen Club gefunden.