Neuer HSV-Trainer Daniel Thioune: Erst Urlaub, dann Umbruch

Der neuer HSV-Trainer Daniel Thioune steht vor dem Vereinslogo, der Raute. Foto: Axel Heimken/dpa
© deutsche presse agentur

09. Juli 2020 - 8:00 Uhr

Hoffnungsträger Daniel Thioune ist nach zwei ereignisreichen Tagen als HSV-Trainer in die Ferien gefahren. Auf die Präsentation als Hecking-Nachfolger am Montag folgte ein "toller Austausch" mit Sportvorstand Jonas Boldt, Sportdirektor Michael Mutzel und Scouting-Leiter Claus Costa, bei dem die Kader-Planung für die kommende Saison in der 2. Fußball-Liga am Dienstag festgelegt wurde. Tags darauf standen noch Presse-, Foto- und Besprechungstermine an, ehe der bisherige Coach des HSV-Ligarivalen VfL Osnabrück am Mittwochabend vorübergehend in seine alte Heimat zurückkehrte. Nach der langen Saison will der 45-Jährige nun erstmal durchschnaufen.

Nach dem erneuten Scheitern im Aufstiegskampf wird beim HSV während Thiounes Abwesenheit am Kader gebastelt. Dabei setzt man vornehmlich auf hungrige und entwicklungsfähige Kicker. Und trotz deutlicher Etat-Kürzungen bleibt das Ziel, dass "Entwickler" Thioune die neue Mischung so fördert, dass der HSV eine gute Rolle in Liga 2 spielt.

Wer Thioune dann als Co-Trainer unterstützt, muss ebenfalls noch geklärt werden. Fest steht, dass er seinen VfL-Assistenten Merlin Polzin (29) in den Volkspark mitbringen wird. Doch was wird aus Heckings Assistenten? Mit Tobias Schweinsteiger (38), der in Köln gerade seinen Fußballlehrerschein macht, und Dirk Bremser (54) stehen noch Gespräche an. Thioune bevorzugt einen Stab mit zwei Co-Trainern.

Ende Juli will er nach Hamburg zurückkehren, um für sich und seine Familie eine Wohnung in der Hansestadt zu finden, Anfang August soll beim HSV der Trainingsbetrieb wieder losgehen. Der Saisonstart in der 2. Liga erfolgt coronabedingt voraussichtlich erst Mitte September.

Quelle: DPA