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Neuer Disput um Windkraftausbau in Thüringen

Windkraftanalgen
Windräder mit einer Höhe von bis zu 200 Metern drehen sich in einem Windpark. Foto: Jens Büttner/Archiv © deutsche presse agentur

Die Oppositionsfraktionen CDU und AfD stellen den geplanten Ausbau der Windenergie in Thüringen wieder infrage. Die CDU-Landtagsfraktion verlangte am Freitag in Erfurt eine Neubewertung der Ausbaupläne, die AfD-Fraktion einen Windenergie-Moratorium und damit einen vorläufigen Ausbaustopp. Sie begründeten ihre Haltung mit einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die sich mit den gesundheitlichen Folgen des Umgebungslärms befasst. Die Studie empfehle unter anderem, die durchschnittliche Lärmbelastung durch Windenergieanlagen zu verringern, erklärte der CDU-Gesundheitspolitiker Christoph Zippel.

Seine Fraktion setze sich seit Jahren dafür ein, den Mindestabstand von Windrädern zur Wohnbebauung zu vergrößern. Die rot-rot-grüne Koalition würde bei ihren Ausbauplänen negative Auswirkungen auf Mensch und Natur weitgehend ausblenden, kritisierte der Energiepolitiker der AfD-Fraktion, Stefan Möller.

Die Landesregierung will ein Prozent der Landesfläche für Windkraftanlagen reservieren. Die derzeit bestehenden 863 Anlagen nehmen rund 0,3 Prozent der Fläche ein. Zuletzt verlief der Ausbau schleppend, weil nicht in allen Planungsregionen gültige Regionalpläne existieren.


Quelle: DPA

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