Zittert AfD vor Merz-Comeback?

Neue CDU-Spitze kann AfD gefährlich werden

17. Februar 2020 - 11:28 Uhr

Friedrich Merz hätte Potenzial, konservative Wähler zurückzugewinnen

Laschet, Spahn, Merz – oder doch jemand anderes? Noch ist nicht klar, wer Nachfolger für Annegret Kramp-Karrenbauer werden soll. Einig sind sich führende Unions-Politiker nur, dass die Wahl nicht erst beim Parteitag Anfang Dezember stattfinden soll.

Die AfD hingegen freut sich, mit ihrem Thüringer Wahl-Manöver die CDU ins Chaos getrieben zu haben. Doch in ihre erste Freude könnte sich mittlerweile auch Sorge mischen. Denn der in Umfragen durchaus beliebte Friedrich Merz hat an der CDU-Spitze das Potenzial, konservative Wähler von der AfD zurück zur Union locken.

Politikwissenschaftler: CDU kann mit dem Thema Sicherheit Wähler zurückgewinnen

"Mit dem Thema der Sicherheit kann die CDU wieder Wähler zurück gewinnen, die sich als Bürgerliche begreifen", sagt Politik-Wissenschaftler Albrecht von Lucke im RTL-Interview: "Und wenn sie die von der AfD wieder zurückholt, dann hat die CDU einen großen Schritt in die Schwächung der AfD und in die eigene Stärkung getan." Das ganze Interview sehen Sie im Video.

AfD zeigt Bundeskanzlerin Merkel an – wegen Nötigung

Die AfD will aus der Debatte um die umstrittene Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich von der FDP weiter Kapital schlagen. Weil Bundeskanzlerin Angela Merkel die Wahl als "unverzeihlich" beschrieb und zugleich forderte, diese rückgängig zu machen, stellte die AfD Strafanzeige wegen Nötigung.

"Da Frau Merkel keine relevante Funktion mehr in der CDU bekleidet, liegt hier ein klarer Fall von Amtsmissbrauch vor", sagt AfD-Chef Jörg Meuthen. Rechtswissenschaftler sehen aber wenig Aussicht auf Erfolg. "Das ist ein reiner PR-Trick", sagt Walther Michl aus München der dpa, "Ihre Worte waren eine Einschätzung der politischen Lage in Thüringen."