Neuer Anschlag in der Türkei: Sechs Soldaten getötet

19. Februar 2016 - 11:01 Uhr

Syrischer PKK-Ableger weist Verantwortung für Attentate von Ankara zurück

Mindestens sechs Soldaten sind bei einem Bombenanschlag auf die Armee in der Südosttürkei getötet worden. Ein weiterer sei bei der Detonation des Sprengsatzes auf der Straße von Diyarbakir nach Lice schwer verwundet worden, teilten die Streitkräfte mit. Ziel des Anschlags sei ein Konvoi gewesen, der auf der Straße nach Sprengsätzen gesucht habe. Die Armee machte die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK für die Tat verantwortlich.

Bei einem Anschlag auf einen Konvoi mit Bussen der Armee wurden am Mittwochabend in ankara mindestens 28 Menschen getötet
Einen Tag nach dem verheerenden Anschlag von Ankara mit 28 Toten (Bild) sind bei einem weiteren Anschlag auf die türkische Armee sechs Soldaten ums Leben gekommen.
© dpa, Tolga Bozoglu

Die türkische Regierung hat auch den Anschlag von Ankara der PKK und ihrem bewaffneten syrischen Ableger YPG angelastet. Die hat jegliche Verantwortung zurückgewiesen. "Wir haben keine Verbindungen zu dem, was in der Türkei passiert", sagte der Co-Vorsitzende der PYD, Salih Muslim. Die türkischen Anschuldigungen seien Teil einer "Eskalationspolitik" gegen kurdische Parteien.