Neuer Ärger für Armin Laschet

Armin Laschet droht Ärger mit dem Finanzamt.
© dpa, Roland Weihrauch

18. Juni 2015 - 20:56 Uhr

4.000 Euro Honorar nicht als Einnahme versteuert

Der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat nach seiner Affäre um verschollene und trotzdem benotete Klausuren ein weiteres Problem - und zwar mit dem Finanzamt. Er habe 4.000 Euro Honorar als Buchautor nicht als Einnahme versteuert, aber den Betrag als Spende steuerlich abgesetzt, teilte Laschet in einer schriftlichen Erklärung mit.

Da er den Betrag direkt vom Verlag habe spenden lassen, sei er davon ausgegangen, dass er ihn nicht als Einnahme habe angeben und versteuern müssen. Seinen Steuerberater habe er gebeten, "diesen Sachverhalt auf eine mögliche steuerliche Relevanz hin zu prüfen". Es geht um das 2009 veröffentlichte Buch 'Aufsteigerrepublik', das Laschet während seiner Amtszeit als NRW-Integrationsminister verfasst hat. Von dem Buch hatte er nach eigenen Angaben auch 145 Autorenexemplare im Wert von 1.742 Euro bekommen und verschenkt. Ob er auch diesen Betrag hätte versteuern müssen, werde derzeit ebenfalls mit dem Finanzamt geklärt. Nach Einschätzung seines Steuerberaters habe er die Spende zu Recht steuerlich abgesetzt. Steuerjuristen sehen dagegen einen Verdacht auf Steuerhinterziehung: Den Spendenbetrag müsse man sich zunächst als Einnahme wirtschaftlich anrechnen lassen. "Man kann einen Keks nicht verschenken, den man nie besessen hat", sagte der Düsseldorfer Steuerstrafrechtler Heiko Ahlbrecht der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung'.