Neuer 50-Euro-Schein: So will die EZB Fälschern das Handwerk schwer machen

06. Juli 2016 - 12:14 Uhr

Der neue 50-Euro-Schein steht in den Startlöchern

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den 50-Euro-Schein überarbeitet. Insbesondere gibt es neue Sicherheitsmerkmale auf dem Schein, die den Geldfälschern das Handwerk erschweren sollen. Damit vervollständigt sich allmählich die zweite Serie der Euro-Banknoten seit Einführung des gemeinsamen Bargelds im Jahr 2002. Runderneuert wurden bereits der Fünfer, der Zehner und der Zwanziger.

Der neue 50-Euro-Schein.
Der Vorhang öffnet sich: Das ist der neue 50-Euro-Schein.
© dpa, Frank Rumpenhorst

Was ist neu?

Der Wert der überarbeiteten Banknoten ist als 'Smaragd-Zahl' aufgedruckt. Das heißt, dass die Zahl ihre Farbe ändert, wenn man den Schein neigt. Darüber hinaus zeigt das neue Wasserzeichen das Porträt der Europa. Diese griechische Mythenfigur ist zugleich Namensgeberin der aktualisierten Banknotenserie: 'Europa-Serie'. Neu ist außerdem eine Speziallackierung. Die bekommt der neue Fünfziger aber nicht. Die Lasierung steht nur dem neu aufgelegten Fünfer und Zehner zu, da diese besonders oft den Besitzer wechseln. Mit dem Lack sollen die Scheine dann länger halten.

Warum gibt es neues Geld?

Die Geldwäsche ist ein großes Problem und soll mit den neuen Scheinen eingedämmt werden. Die neuen Banknoten werden daher immer fälschungssicherer produziert: Im Schnitt kostet eine solche Banknote in der Herstellung dann acht bis neun Cent. In den vergangen Jahren ist so viel gefälschtes Geld aus dem Verkehr gezogen worden wie nie seit Einführung des Euros 2002. Die EZB spricht von 899.000 gefälschten Scheinen. Davon sind rund elf Prozent in Deutschland entdeckt worden. Am häufigsten tauchen dabei gefälschte Fünfziger auf.

Wie bekomme ich die neuen 50-Euro-Scheine?

Bevor Verbraucher die neue 50-Euro-Banknote in Händen halten werden, dauert es noch etwas: Die Europäische Zentralbank (EZB) plant die Einführung für das Frühjahr 2017. Zunächst bekommen Banken und Handel Gelegenheit, Geräte und Personal auf die neuen Scheine einzustellen. Das ist auch der Grund, warum der Verbraucher die neue Banknote nicht schon jetzt bekommt.

Auch Automaten müssen erstmal entsprechend auf den neunen 'Fuffi' eingestellt werden. Im Mai 2013 gab es dabei mit dem überarbeiteten 5-Euro-Schein einige Probleme. Fahrscheine oder Parktickets konnten damals mit dem neuen Schein, vielerorts in Europa, nicht bezahlt werden. Hoffen wir, dass es mit dem Fünfziger besser klappt!