Punkte für Falschparker, mehr Sicherheit für Radfahrer

Das ändert sich 2020 für alle im Straßenverkehr

Radfahrer sollen in Zukunft besser geschützt werden.
© dpa, Boris Roessler, rho

02. Januar 2020 - 10:07 Uhr

Neuerungen für 2020

Das neue Jahr hält viele Änderungen für uns bereit. Für Auszubildende steigt der Lohn, die Masern-Impfpflicht tritt am März in Kraft und Patienten sollen ab Januar leichter den passenden Arzt finden. Doch auch für alle Verkehrsteilnehmer wird sich einiges ändern. Wir haben alle Neuerungen zusammengefasst.

Falschparker

Wer künftig auf dem Geh- oder Radweg oder in zweiter Reihe parkt, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Statt wie bisher 15 Euro, werden künftig bis zu 100 Euro fällig. Wer sogar länger als eine Stunde in einer der oben genannten Zonen parkt, muss mit einem Punkt in Flensburg rechnen.

Schutz für Radfahrer

Um Radfahrer besser vor Autos zu schützen, gilt ab sofort ein festgeschriebener Sicherheitsabstand von 1,50 Meter innerorts und zwei Metern außerorts. Autofahrer müssen dafür sorgen, dass dieser Abstand auch eingehalten wird.

Radfahrer müssen sich aber natürlich auch an die Regeln des Straßenverkehrs halten. Welche Richtlinien und Regeln speziell für Radfahrer gelten, erfahren Sie hier.

Kommunen haben zudem künftig die Möglichkeit, Fahrradstraßen auf andere Bereiche innerorts auszuweiten. Autos dürfen diese Zonen nicht befahren. E-Scooter können hingegen auch in diesen Fahrradbereichen genutzt werden.

LKWs über 3,5 Tonnendürfen ab sofort nur noch im Schritttempo abbiegen, um Unfälle zu vermeiden. Wer schneller als die erlaubten 11 km/h fährt, zahlt 70 Euro Bußgeld.

Fahrgemeinschaften

Um Fahrgemeinschaften attraktiver zu machen, dürfen sie künftig die Busspur nutzen, sofern das durch ein entsprechendes Schild gekennzeichnet ist. Dafür müssen mindestens drei Insassen in einem PKW sitzen. Staus können dann innerorts bequem umfahren werden.

Carsharing

In Städten und Kommunen sollen künftig Parkplätze eigens für Carsharing-Fahrzeuge entstehen. Autos die dort parken, müssen dafür klar als ein Carsharing-Fahrzeug mit einem Ausweis gekennzeichnet sein.

Rettungsgasse bilden

Wer ab 2020 keine Rettungsgasse bildet, hat hoffentlich viel Geld übrig. Denn das Missachten kostet ab jetzt zwischen 200 und 320 Euro. Außerdem wird der Führerschein einen Monat entzogen und es gibt zwei Punkte in Flensburg.

Bahn fahren

Bahntickets im Fernverkehr sollen günstiger werden - die Mehrwertsteuer wird von 19 auf 7 Prozent sinken. Die Bahn hat schon angekündigt, die Mehrwertsteuer-Senkung an die Kunden weiterzugeben. Tickets des Super-Sparpreises kosten dann künftig 17,90 Euro, anstatt 19,90 Euro. Mit welchen Tricks Sie an besonders günstige Tickets herankommen, erklären wir hier. 

Fliegen

Die Steuern auf Flugtickets sollen zum April 2020 steigen. Die Luftverkehrsteuer für Flüge im Inland und in EU-Staaten wird um mehr als 5 Euro auf 13,03 Euro pro Ticket, für längere Flüge bis 6000 Kilometer um knapp 10 Euro auf 33,01 Euro angehoben. Bei noch weiteren Flügen sollen 59,43 Euro fällig werden, etwa 18 Euro mehr als bislang. Airlines dürften diese Steuer wohl zumindest teilweise auf die Flugpreise aufschlagen.