Neue Unwetterwarnung: Platzregen lässt Flüsse anschwellen

15. Juni 2013 - 13:47 Uhr

Vor allem Alpenrand betroffen

Während im Nordosten der Republik noch mit steigenden Pegeln und den Wassermassen an der Elbe und seinen Nebenflüssen gekämpft wird, geht es im bayrischen Katastrophengebiet vor allem ums Aufräumen. Doch vom Himmel droht jetzt neues Ungemach: Neuer Starkregen könnte die Pegel wieder steigen lassen, große Auswirkungen auf die Flutgebiete in Bayern werden aber nicht erwartet. Dennoch gelten für viele Regionen neue Unwetterwarnungen.

Neue Unwetterwarnung: Platzregen lässt Flüsse anschwellen
Unwetterwarnungen in vielen Teilen Deutschlands: Neue Gewitter mit Platzregen drohen vor allem am Alpenrand.

"Bis morgen verlagern sich die Reste des Starkregens in Richtung bayerischer Alpenrand – mit Mengen in der Fläche bis etwa 50 Liter", berichtet RTL-Wetterexperte Christian Häckl.

Da die Pegel schon deutlich gefallen sind, rechnet Häckl daher nicht mit einer neuen Katastrophe an der Donau, wenn überhaupt sei eine eher kleine Hochwasserwelle zu erwarten. Doch anderswo drohen große Probleme durch das Wetter: Am Alpenrand dürften viele kleine Flüsse und Bäche über die Ufer treten - volle Keller und kleinräumige Überschwemmungen wären die Folge.

Katastrophen-Alarm in Sachsen - Flugausfälle in Frankfurt/Main

Nach heftigen Unwettern war bereits am Sonntag in Teilen Sachsens Katastrophenalarm ausgelöst worden. "Es gibt überschwemmte Straßen, abrutschende Hänge und Hagel von bis zu einem Meter Höhe", sagte eine Sprecherin des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Aufgrund des starken Regens hätten Evakuierungen vorbereitet werden müssen. Auf die Lage in den Hochwassergebieten entlang der Elbe hatte das Unwetter jedoch keine gravierenden Auswirkungen.

Auch in Hessen wüteten Gewitter - der Betrieb des Frankfurter Flughafens war beeinträchtigt. Es seien mindestens 65 Starts und Landungen gestrichen worden, auch habe es Verspätungen gegeben, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Das Unwetter sei durch die An- und Abflugrouten des größten deutschen Flughafens gezogen.

Laut Häckl gibt es ab morgen dann generell Entspannung – es wird zeitweise sonnig, meist trocken und warm.