Neue Studie zeigt: Hunde sind nicht so schlau, wie wir denken

Hunde sind nicht so schlau, wie wir denken.
Die Intelligenz von Hunden unterscheidet sich nicht stark von anderen Tierarten.
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Die Intelligenz von Hunden ist "nicht außergewöhnlich"

Fragt man Herrchen und Frauchen nach der Intelligenz ihres Hundes, sind die meisten davon überzeugt, dass ihre Vierbeiner außergewöhnlich schlau sind. Doch mit dieser Annahme liegen die Hundebesitzer falsch. Das haben jetzt die Forschungsergebnisse einer englischen Studie gezeigt. Demnach sind Hunde nicht intelligenter als andere Tierarten.

Gehirnleistung von Hunden und anderen Tierarten im Fokus

Wissenschaftler der Universität von Exeter und der Canterbury Christ Church Universität überprüften in ihrer Studie die Gehirnleistung von Hunden und verglichen sie mit der Leistung anderer Tiere. Dazu wurden sie in drei verschiedene Gruppen unterteilt: Haustiere, Rudeljäger und Fleischfresser. Die Tests überprüften die Selbstwahrnehmung der Tiere sowie deren sensorische, physische, räumliche und soziale Kognition.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass viele andere Arten ähnliche kognitive Fähigkeiten haben wie Hunde und sie in manchen Fällen sogar übertreffen. "Unter Berücksichtigung aller drei Gruppen sieht die Hundekognition nicht außergewöhnlich aus", berichtet Dr. Britta Osthaus von der Canterbury Christ Church Universität.

Fähigkeiten von Hunden oft "überinterpretiert"

Neben den Tests mit den Tieren werteten die Forscher mehr als 300 veröffentlichte Arbeiten über die Intelligenz von Hunden und anderen Tieren aus und stellten fest, dass die Fähigkeiten von Hunden in vielen Fällen "überinterpretiert" wurden.

"Während unserer Arbeit kam es uns so vor, als ob viele der Studien aus der Hundekognitionsforschung darauf abzielten zu beweisen, wie klug Hunde sind", erklärt Professor Stephen Lea auf der Website der Universität von Exeter. Und weiter: "Hunde werden oft mit Schimpansen verglichen und wann immer sie "gewinnen", wird ihr Ruf als etwas Außergewöhnliches noch verstärkt." Der falsche Ansatz, wie Dr. Britta Osthaus findet: "Wir tun Hunden keinen Gefallen, wenn wir zu viel von ihnen verlangen. Hunde sind Hunde und wir sollten ihre Bedürfnisse und wahren Fähigkeiten berücksichtigen, wenn wir überlegen, wie wir sie behandeln."