Macht sich nicht nur als Schmuck oder Wertanlage gut

Neue Studie zeigt: Gold kann Bakterien abtöten

Goldpartikel wirken antibakteriell
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18. November 2020 - 15:18 Uhr

Gold entpuppt sich als Keim-Killer

Sie überlegen schon länger, sich mal so richtig etwas zu gönnen und ein elegantes Schmuckstück aus Gold zu kaufen? Eine neue Studie der Fachzeitschrift "Advanced Materials" liefert jetzt einen weiteren Grund dafür. Gold sieht nämlich nicht nur wahnsinnig elegant aus oder dient als clevere Geldanlage, sondern entpuppt sich laut Forschern auch noch als Keim-Killer. 

Physikerteam: Gold tötet Bakterien ab

In der Fachzeitschrift beschreibt ein Physikerteam mit deutscher Beteiligung, dass Goldpartikel gegen Bakterien wirksam sein können. Laut den Forschern setzen Goldpartikel die Hülle von Bakterien unter eine "tödliche Spannung" und töten die Keime ab, indem sie deren Hülle zerreißen. "Kollegen der Universität Melbourne haben (…) beobachten können, dass Bakterien reihenweise sterben, wenn sie mit synthetischen einheitlichen und kugelförmigen Goldnanopartikeln zusammengebracht werden", erklärt der deutsche Physiker Jean-Baptiste Fleury. "Es hatte den Anschein, als ob die Bakterienmembran spontan explodiert wäre."

Auch andere Metalle haben antibakterielle Wirkung

Bei anderen Metallen ist eine antibakterielle Wirkung schon länger bekannt. So können zum Beispiel Silberpartikel in einer biochemischen Reaktion Löcher in die Membran der Bakterien reißen und auch Kupfer gilt als Bakterien-Killer.

Gold-Schmuckstück verhindert bakterielle Krankheiten wohl nicht...

Dass ein schicker Armreif, ein schöner Ring oder tolle Ohrringe aus Gold uns vor der nächsten Krankheit bewahren, glauben wir zwar nicht - für die Forschung im Kampf gegen Bakterien dürfte die neue Erkenntnis über die antibakterielle Wirkung von Gold aber mehr als interessant sein. Die aktuell schönsten Schmucktrends zeigen wir Ihnen übrigens hier