Neue Spur im Mordfall Maria Bögerl: Eine Handy-Tonspur führt nach Hagen

07. April 2017 - 11:19 Uhr

Polizei fahndet nach einem Mann

Knapp sieben Jahre nach dem Mord an der Bankiersgattin Maria Bögerl hat die Polizei eine neue Spur. Die Ermittler suchen mit einem Bild und einer Audioaufnahme nach einem Tatverdächtigen. Der Mann sei in Hagen (NRW) aufgetaucht, sagte eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes (BKA).

Verdächtiger war bei der Bundeswehr

Er stamme nach eigenen Angaben aus der Gemeinde Königsbronn in Baden-Württemberg und sei früher Angehöriger der Bundeswehr gewesen. Er habe dort einen Speziallehrgang bei einer Kompanie der Psychologischen Verteidigung (PSV-Kompanie) absolviert, teilte die Polizei mit. Die Beamten suchen nun nach Zeugen, die weitere Angaben zu dem Mann machen können.

Es existiert eine Handy-Audioaufnahme, auf der die Stimme des Tatverdächtigen zu hören ist. Darin soll er unter Alkoholeinfluss über die Tat gesprochen haben.

Im Video können Sie sich die Stimme anhören. Hinweise nimmt die Polizei in Ulm (Telefonnummer 0731 188 4999) oder andere Polizeidienststellen entgegen.

Maria Bögerl war entführt und getötet worden

ARCHIV - Mit diesem privaten Foto von Maria Bögerl fahndete die Polizeidirektion Heidenheim seit 13.05.2010 nach der 54-Jährigen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa handelt es sichbei der Frauenleiche, die am Donnerstag (03.06.2010) an ein
Maria Bögerl wurde 2010 entführt und getötet.
© dpa, Polizei

Maria Bögerl, die Ehefrau des damaligen Heidenheimer Sparkassenchefs, wurde im Mai 2010 aus ihrem Haus entführt. Bei einer Lösegeldübergabe verlangten die Täter 300.000 Euro, doch die Übergabe scheiterte. Anfang Juni 2010 fand ein Spaziergänger schließlich die verweste Leiche der 54-Jährigen an einem Waldrand bei Heidenheim.