Wegen Corona

WHO rät: Nicht dringende Zahnbehandlungen sollen verschoben werden

Behandlung beim Zahnarzt
© picture-alliance/ dpa/dpaweb, Patrick Pleul

12. August 2020 - 17:42 Uhr

Weltgesundheitsorganisation mit neuen Richtlinien für Zahnarztpatienten

Ohne Körperkontakt geht es bei den Zahnmedizinern nicht: Sie müssen schließlich in die weit geöffneten Münder der Patienten reinschauen und sie behandeln. Gerade deshalb gelten zahnmedizinische Praxen seit Beginn der Corona-Pandemie als eine gefährliche Umgebung. Einen Mundschutz kann der Patient während der Behandlung schließlich nicht tragen und somit müssen sich die Zahnärzte/innen selbst gut schützen, um eine Infektion zu verhindern und damit auch das Risiko, weitere Patienten mit dem Virus, anzustecken. 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat jetzt erneut Richtlinien für den Besuch bei Zahnmediziner/innen herausgegeben und empfiehlt, den Verzicht auf Zahnarztbesuche, die der reinen Vorsorge dienen. Die Patienten sollten ihren Besuch beim Arzt noch etwas nach hinten verschieben, bis die Infektionsrate ausreichend gesunken ist. 

Übertragungsrisiko über Aerosole

Die Coronaviren können über die Mundhöhle in unseren Körper gelangen und deswegen ist besonders jetzt ist eine gute Hygiene im Mundraum sehr wichtig, denn die kann uns sogar vor Covid-19 schützen. Bei einer Zahnarztbehandlung kommt es immer wieder dazu, das winzige Spucktröpfchen, sogenannte Aerosole in der Luft schweben. Durch diese Aerosole kann sich der Zahnmediziner direkt bei seinen Patienten anstecken. Durch eine gepflegten Mundraum ist somit das Risiko für die Patienten, als auch für den Mediziner, deutlich geringer. 

Nur in Notfällen zum Zahnarzt

Mittlerweile bieten verschiedene Zahnarztpraxen auch Online-Sprechstunden an, somit kann der Schritt in die Praxis gespart werden. Handelt es sich aber um akute starke Zahnschmerzen sollte der Patient direkt einen Zahnmediziner aufsuchen.