Neue NSA-Dokumente bekräftigen Vorwürfe an Geheimdienste

13. Februar 2016 - 20:16 Uhr

Der US-Journalist Glenn Greenwald hat in der Online-Ausgabe der britischen Tageszeitung 'The Guardian' eine weitere NSA-Präsentation aus dem Bestand des ehemalige Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden veröffentlicht, wonach der US-Geheimdienst praktisch unbegrenzten Zugriff auf Internetdaten der Menschen weltweit habe. Snowden hatte bereits Anfang Juni in seinem ersten Interview behauptet, er hätte auch den US-Präsidenten belauschen können, wenn er die E-Mail-Adresse gewusst hätte. Dies war von US-Offiziellen dementiert worden.

Mit dem Programm 'XKeyscore' könnten Geheimdienstmitarbeiter können aber in "enormen Datenbanken" der NSA nach Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Schlagworten suchen. Für die einzelnen Anfragen bräuchten sie keine gesonderte Zustimmung eines Richters oder eines anderen NSA-Mitarbeiters, schreibt der 'Guardian'. Auch die Beobachtung der Internetaktivität einzelner in Echtzeit sei mit 'XKeyscore' möglich.