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Neue Hoffnung in der Krebs-Behandlung: Ärzte setzen auf Immuntherapie

Immuntherapie verstärkt Abwehrsystem

500.000 Deutsche bekommen jedes Jahr eine Krebsdiagnose. Operation, Bestrahlung, Chemotherapie - das sind meist die Folgen. Jetzt aber bahnt sich in der Tumor-Therapie offenbar eine Revolution an. Forscher setzen auf Medikamente, die den eigenen Körper als Waffe gegen den Krebs stärken sollen.

Neue Hoffnung in der Krebs-Behandlung: Ärzte setzen auf Immuntherapie
Georgios Kessesidis bekommt Medikamente, die seinem Immunsystem helfen, Krebszellen zu erkennen und aus eigener Kraft zu bekämpfen. © dpa, Uwe Anspach

Es gab wenig Hoffnung für Georgios Kessesidis. Obwohl er Nichtraucher ist, wurde bei ihm vor einem Jahr Lungenkrebs im Endstadium diagnostiziert. Heute geht es ihm deutlich besser, denn nach einer erfolglosen Chemotherapie wird mit einer Immuntherapie jetzt gezielt sein eigenes Abwehrsystem gestärkt.

Im Heidelberger Centrum für Tumorerkrankungen bekommt der 27-Jährige im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie Medikamente, die seinem Immunsystem helfen, Krebszellen zu erkennen und aus eigener Kraft zu bekämpfen. Im Gegensatz zu einer Chemotherapie werden dabei ganz gezielt nur die Tumorzellen angegriffen.

Positive Ergebnisse nach ersten Studien

Sogenannte Antikörper versetzen das Immunsystem in die Lage, den Krebs ähnlich wie Bakterien und Viren systematisch zu zerstören. Die Medikamente bekämpfen also nicht direkt den Tumor, sondern rüsten die körpereigene Abwehr, die sonst von den Krebszellen blockiert wird.

Bei Hautkrebs haben solche Immuntherapien bei zwanzig bis vierzig Prozent der Patienten einen positiven Effekt. Erste Studien zur Bekämpfung von Blasenkrebs, Nieren- oder Lungenkrebs verlaufen ebenfalls vielversprechend.

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