Neue Hoffnung für die Organtransplantation? Forscher züchten Mensch-Schaf-Mischwesen

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20. Februar 2018 - 22:09 Uhr

Ziel ist, Ersatzorgane für Transplantationen zu schaffen

Irgendwie unheimlich: Forschern der Universität Stanford in Kalifornien ist es gelungen, einen Embryo-Hybriden aus Schafs- und Menschenzellen zu züchten. Das Ziel der Wissenschaftler ist es, Ersatzorgane zu schaffen, die kranken Patienten transplantiert werden können. Wie etwa die Bauchspeicheldrüse - damit soll der Weg zur Heilung von Diabetes Typ 1 geebnet werden.

Wissenschaftler werten Ergebnisse als Erfolg

Wie haben die Forscher das gemacht? Sie setzten menschliche Stammzellen in einen Schafsembryo ein. 28 Tage lang wuchs der Embryo heran. Die Stammzellen bildeten dann menschliches Gewebe. Am Ende bestanden die Schafembryos zu 0,01 Prozent aus menschlichem Gewebe. Doch damit die Organe Menschen eingesetzt werden können, müssten die Embryonen mindestens zu einem Prozent aus menschlichen Zellen bestehen.

Trotzdem sehen die Forscher die Ergebnisse als Fortschritt an. Im letzten Jahr haben Wissenschaftler einen Hybrid aus Mensch und Schwein gezüchtet. Dessen menschlicher Anteil betrug noch weniger, nämlich nur 0,001 Prozent. In einigen Jahren könnten die Wissenschaftler ihr Ziel erreicht haben. "Es könnte noch fünf oder zehn Jahre dauern, aber ich denke, wir können es schaffen", erklärte Dr. Hiro Nakuachi. Er hat das Projekt an der Universität Stanford geleitet.