Neue Hertha-Arena: Senat lässt Standorte in Tegel prüfen

© deutsche presse agentur

11. September 2019 - 17:00 Uhr

Der Senat der Stadt Berlin lässt mögliche Alternativen für den Standort eines neuen Stadions von Hertha BSC auf dem Gelände des Flughafens Tegels prüfen. Das bestätigte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen am Mittwoch, zunächst hatte die "Berliner Morgenpost" darüber berichtet. Die Tegel Projekt GmbH wurde demnach beauftragt, auf dem Gelände des heutigen Flughafens und im erweiterten Betrachtungsraum vier mögliche Varianten zu untersuchen.

"Ein möglicher Standort befindet sich auf dem zentralen Festplatz, die weiteren drei auf dem Gelände des bisherigen Flughafens", hieß es in einer Mitteilung. Zunächst soll es in den kommenden sechs Wochen eine sogenannte "Grobprüfung" geben. Darin geht es nach Senatsverwaltungs-Angaben um mögliche Auswirkungen auf die bisherigen Planungen, Naturschutzbelange und die verkehrliche Infrastruktur.

Nach Abschluss dieser Prüfphase würden beim Chef der Senatskanzlei alle beteiligten Verwaltungen zusammenkommen und entscheiden, "ob ein oder mehrere Standorte vertieft untersucht werden sollen". Die Tegel Projekt GmbH wollte sich am Mittwoch auf Anfrage nicht äußern.

Bei der Suche nach einem geeigneten Ort für den Bau einer rein privat finanzierten Fußball-Arena hatte Bundesligist Hertha BSC den Flughafen Tegel selbst auch schon ins Auge gefasst, dann aber nicht weiter verfolgt. Für Hertha kam zunächst nur ein Neubau im Olympiapark infrage. Die Alternative Ludwigsfelde war von den Mitgliedern abgewählt worden.

Nach aktuellen Planungen soll der Flughafen Tegel im März 2021 - ein halbes Jahr nach der für mittlerweile Oktober 2020 geplanten Eröffnung des neuen Hauptstadt-Flughafens BER - geschlossen werden.

Eigentlich will Hertha aber Anfang 2022 mit dem Bau des neuen Stadions beginnen. Sportsenator Andreas Geisel hatte im Mai dieses Jahres den Flughafen Tegel als Alternative vorgeschlagen, aber eine Lösung zumindest bis 2025 nicht für realisierbar gehalten. Er hatte "mit Hertha Vereinbarungen" angekündigt, um dem Verein den "Aufenthalt im Olympiastadion angenehmer zu machen".

Quelle: DPA