Neue Gespräche um Atom-Endlager

15. Oktober 2015 - 15:01 Uhr

Nach Hessens Ankündigung, unter Umständen Castor-Behälter zwischenzulagern, kommt wieder Bewegung in die Debatte zur Endlager-Suche. Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt rief die Umweltverbände auf, den Boykott an der Diskussion aufzugeben. Sie sollten ihren Platz in dem Expertengremium besetzen, das Grundlagen zur Endlagersuche erarbeitet, sagte sie in der 'Neuen Osnabrücker Zeitung'.

Laut 'Süddeutscher Zeitung' will das Umweltministerium am 14. Februar mit Ministerpräsidenten der Länder über die Verteilung der Castoren beraten. Dem Blatt zufolge geht es konkret um die zwischenzeitliche Lagerung von 26 Castoren mit Atommüll aus Deutschland, der in Anlagen in Großbritannien und Frankreich aufgearbeitet wurde und ab 2015 zurück in die Bundesrepublik kommen wird. Da die Castoren nicht mehr im Salzstock Gorleben deponiert werden könnten, müsse auf mindestens drei Zwischenlager deutscher Atomkraftwerke zurückgegriffen werden.