Neue Geschäftsidee wegen Corona

Fisch statt Fidschi! Reisebüro verkauft jetzt Saibling, Lachs und Co.

Eine Frau blickt in einem Reisebüro auf Kataloge. Foto: Jens Kalaene/Archiv
© deutsche presse agentur

30. Oktober 2020 - 15:32 Uhr

Die Idee kam schon beim ersten Lockdown

Die zweite Corona-Welle ist da, am Montag startet der Lockdown Light. Viele Betriebe müssen – mal wieder – um ihre Existenz fürchten. Auch Reisebüros haben es im Moment logischerweise schwer. Hans Götschl aus München hat sich bereits beim ersten Lockdown so seine Gedanken gemacht, wie er mit seinem Betrieb überleben kann. Und seine Idee ist so richtig erfolgreich: Statt auf Reisen setzt er jetzt auf Fisch. Ja, richtig gelesen.

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Nicht nur Fisch im Angebot

"Wir haben hier eine sehr gute Geschäftslage in München-Harlaching mit viel Laufkundschaft und da haben wir uns eben gedacht, Lebensmittel wären vielleicht die Lösung des Problems. Und dann haben wir sehr schnell gehandelt. Ich habe einen sehr guten Freund am Tegernsee und mit dem haben wir dann in aller Kürze ein Konzept entwickelt und verkaufen seitdem Fisch", sagt Hans Götschl im RTL-Interview.

Das Konzept: Die Kunden bestellen vor, freitags können sie dann frische Saiblinge, Lachsforellen oder Aale abholen. Auch Wein hat der Reise-Fachmann im Angebot.

Ein ganz neuer Geschäftszweig

Der Erfolg scheint Götschl Recht zu geben: Freitagmittag um kurz nach 12 Uhr ist der vorher volle Kühlschrank schon fast wieder leer, der fangfrische Fisch aus dem Tegernsee scheint den Kunden wohl gut zu schmecken. Das Reisebüro macht im Moment mehr Geld mit Lebensmitteln als mit Reisen  und will das Angebot auch über die Krise hinaus beibehalten. Um immer ein bisschen Urlaubs-Feeling vom Tegernsee auf den heimischen Teller zu bringen.

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