Neue Gefahr beim Online-Banking: Betrug bei M-Tan-Überweisungen

14. September 2014 - 19:26 Uhr

Gibt es sie, die sichere Überweisungen?

Martina S. (Name geändert) hat Angst, denn sie ist ausgeraubt worden. Online wurden ihr 100.000 Euro gestohlen, die sie für ihre Altersvorsorge gespart hatte. Von wem weiß sie nicht. Und wie auch nicht. Denn beim Online-Banking benutzt auch Martina S. das eigentlich sichere M-Tan-Verfahren: Es soll doppelten Schutz bieten, da dazu zwei Geräte benutzt werden, die eigentlich unabhängig voneinander sind.

M-Tan Online-Banking
Betrüger nutzen eine Sicherheitslücke der Handyanbieter aus
© picture alliance / Sven Simon, FrankHoermann/SVEN SIMON

Wie es die Täter dennoch geschafft haben, das Konto von Martina S. zu plündern und wie gefährdet Ihr Konto ist, zeigen wir Ihnen im Video.

Wie Sie sich schützen können

Wichtig ist ein aktueller Virenschutz auf dem Rechner. Die Polizei rät grundsätzlich, sich gegenüber elektronischer Post ein gesundes Misstrauen zu bewahren - auch dann, wenn die Botschaften mit bekannten Logos und in vertrauter Gestaltung aufwarten.

Besorgte Nutzer sollten zudem Daten streng voneinander trennen - etwa Informationen zum Handy-Vertrag und Rechnungen nicht auf dem Computer speichern. Eine Alternative zum M-Tan-Verfahren sind sogenannte Tan-Generatoren, kleine Geräte für zu Hause, die die wichtigen Nummern selbst erzeugen.