In Köln und Wien

Coronavirus: Bald Gurgel-Test statt Rachen-Abstrich

28. September 2020 - 12:17 Uhr

Experten: Gurgeln genauso sicher wie Rachen-Abtrich, aber angenehmer

Bei einem Corona-Test galt der Rachen-Abstrich bisher als übliche Variante, um sich auf das Virus testen zu lassen. Dabei wird ein langes Wattestäbchen tief in die Nase oder den Mund eingeführt, um dort Proben zu entnehmen, die in einem Labor auf Covid-19 getestet werden. Doch eine neue und angeblich angenehmere Methode soll ab kommender Woche in Köln zum Einsatz kommen: der sogenannte Gurgeltest. Welche Vorteile dieser im Vergleich zum Rachen-Abstrich hat, sehen Sie im Video.

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Zunächst müssen die Hände gewaschen und die Nase geputzt werden. Anschließend wird eine Kochsalzlösung in den Mund genommen und circa eine Minute gegurgelt. Die Flüssigkeit spuckt der Proband danach in ein Glas – diese wird dann als Probe in ein Labor zur Untersuchung auf Coronaviren geschickt. Dieses Verfahren ist laut Experten genauso zuverlässig wie der herkömmliche Rachen-Abstrich, aber angenehmer.

Der Kölner Gesundheitsdezernent Dr. Harald Rau sagte vergangene Woche vor Journalisten: "Wir sind überzeugt, dass wir dadurch eine noch höhere Akzeptanz der Tests erreichen." Unter anderem sei die Rachenspülung nicht schmerzhaft und unangenehm. Köln ist damit eine der ersten Städte in Deutschland, die jetzt angekündigt hat, nach und nach komplett auf diese Methode setzen zu wollen.

Auch in Wien soll der neue Gurgeltest bald vermehrt zum Einsatz kommen – vor allem in Schulen. Rund 600.000 Testkits mit einer Gurgellösung sollen kommende Woche ausgeliefert werden. Bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus sollen die Kinder und Jugendlichen dann sofort in der Schule mithilfe der Kochsalzlösung getestet werden. "Eine Vielzahl der Verdachtsfälle an den Schulen stellt sich als falscher Alarm heraus", sagte Österreichs Bildungsminister Heinz Faßmann. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Bildungsministeriums mit der Stadt.

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