Stabiler als gedacht

Nach Lieferverzögerungen bei Biontech: Neue Impfstoff-Daten machen Hoffnung

Der Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer kann künftig einfacher eingesetzt werden
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18. Januar 2021 - 11:15 Uhr

Das Problem der Lieferverzögerungen scheint sich zu lösen

Bisher gilt der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer als etwas kompliziert in der Handhabung. Unter anderem muss dieser bei eisigen Temperaturen von minus 70 Grad Celsius gelagert und transportiert werden – das erschwert sowohl Lieferung als auch Handhabung des Impfstoffes beträchtlich. Nun gibt es jedoch neue Daten der Hersteller, die den Umgang deutlich erleichtern sollen. Und auch das Problem der Lieferverzögerungen scheint sich zu lösen.

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Verdünnt 6 Stunden haltbar

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland kann das Präparat der Hersteller Biontech und Pfizer künftig einfacher eingesetzt werden. Wie aus aktualisierten Handlungsempfehlungen von Biontech hervorgeht, kann der Impfstoff auch schon als fertige Dosis in der Spritze bis zu sechs Stunden bei zwei bis acht Grad Celsius transportiert werden. Das hätten neue Daten zur Stabilität des Impfstoffes ergeben.

Fertige Impfdosen können in Spritzen transportiert werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte, dies sei eine gute Nachricht – besonders für Pflegebedürftige, die zu Hause auf eine Impfung warten. Die Länder könnten die Impfkampagne nun flexibler organisieren. "Dass fertige Impfdosen in Spritzen künftig bereits in den Impfzentren für den Transport vorbereitet werden können, hilft ganz praktisch beim Kampf gegen die Pandemie." Bisher wurde empfohlen, bereits verdünnten Impfstoff nicht zwischen Einrichtungen zu transportieren - also zwischen den Impfzentren der Länder, wo das Präparat bei minus 70 Grad lagert, und Pflegeheimen oder Einrichtungen des betreuten Wohnens, in denen geimpft werden soll.

Nach Angaben von Biontech ist verdünnter Impfstoff maximal sechs Stunden bei 2 bis 30 Grad haltbar. Er könne also bei Bedarf schon im Impfzentrum verdünnt und dann als vorbereitete Dosis in der Spritze vorsichtig transportiert werden. Dafür sollten spezielle Kühlboxen verwendet werden. Spritzen oder Fläschchen sollten sicher verpackt sein, damit sie aufrecht stehen und nicht lose sind oder rollen. Aus einer Ampulle können nun auch sechs statt fünf Impfdosen gezogen werden.

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Zugesagte Menge an Impfstoffdosen kann doch geliefert werden

Am Freitag hatte das Bundesgesundheitsministerium mitgeteilt, dass Biontech/Pfizer ihre Impfstoff-Lieferungen an Deutschland und weitere europäische Staaten wegen Umbauarbeiten im Pfizer-Werk im belgischen Puurs für drei bis vier Wochen verringern. Daraufhin hatte es deutliche Kritik von mehreren Regierungen gegeben.

In einer Mitteilung von Pfizer und seinem deutschen Partner Biontech vom Freitagabend hieß es dann: "Ab der Woche vom 25. Januar werden wir wieder zum ursprünglichen Zeitplan für die Lieferungen in die Europäische Union zurückkehren (100 Prozent) und die Auslieferungen ab der Woche vom 15. Februar erhöhen (über 100 Prozent), sodass wir in der Lage sein werden, die volle zugesagte Menge an Impfstoffdosen im ersten Quartal und deutlich mehr im zweiten Quartal zu liefern." Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wurde Ende 2020 als erster in der EU zugelassen, inzwischen wird auch das Präparat des US-Herstellers Moderna in Deutschland eingesetzt.

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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