Neue Beben in Christchurch

14. Februar 2016 - 0:58 Uhr

In Christchurch in Neuseeland ist die Erde nach den heftigen Erdbeben von Freitag auch Heiligabend nicht zur Ruhe gekommen. Die nationale Erdbebenwarte GNS registrierte mehr als zwei Dutzend Beben, das stärkste davon am frühen Morgen mit 5,1. Die Gebäudeschäden hielten sich nach den Erdstößen von 5,8 und 6,0 in Grenzen, aber in mehreren Vororten verflüssigte sich der Boden. Straßen, Gehsteige und Grundstücke rissen auf und wurden teilweise mit breiigem Sedimentschlamm und Wasserlachen bedeckt. Die Kanalisation war in einigen Stadtteilen beschädigt, berichtete das Lokalfernsehen.

Geologen hatten die Böden der ganzen Stadt nach dem schweren 6,3-Beben im Februar untersucht und das Gelände in Zonen eingeteilt. Einige Stadtteile wurden zu roten Zonen erklärt, in denen der Boden so instabil ist, dass die Stadt keine neuen Baugenehmigungen erteilt und kaputte Häuser nicht wieder aufgebaut werden. Nach dem neuen Beben sind aber weitreichende Bodenverflüssigungen in grünen Zonen entstanden, die bisher als sicher galten. Dazu gehört auch der Vorort Parklands. Bürgermeister Bob Parker räumte ein, dass diese Zoneneinteilung nun überprüft werden müsse.