Netzwerk zieht die Notbremse: Instagram geht jetzt gegen Tier-Selfies vor

Paris Hilton #koalaselfie
Absolut nicht optimal: Paris Hilton hat auf Instagram ein Selfie mit einem Koala gepostet.

Wildtiere sind ein begehrtes Motiv für Instagram-Selfies

Der Awww-Effekt ist bei Tieren sicher - je knuffiger die Fellnase, desto mehr Likes und Kommentare gibt's für das Bild. Und exotisch dürfen die Tiere auch gerne sein. Das gibt zusätzlich Follower. Doch vor allem für Wildtiere ist die menschliche Nähe gefährlich. Deshalb geht jetzt Instagram mit einer Warnung gegen Wildtier-Selfies vor.

Tierschützer arbeiten jetzt mit Instagram zusammen

Und das ist eigentlich höchste Zeit, denn es gibt immer wieder Schlagzeilen zum Selfie-Irrsinn. 2016 ging eine grausame Geschichte aus Argentinien um die Welt: Am Strand von Santa Teresita hatten Touristen einen kleinen Delfin aus dem Wasser gezogen und mit dem Tier Selfies gemacht. Nach wenigen Minuten war der kleine Meeressäuger tot - qualvoll ausgetrocknet.

Aber auch viele Promis lichten sich gerne mit Wildtieren ab, zum Beispiel Ariana Grande. Das ist fatal, denn gerade berühmte Menschen haben teilweise Millionen von Followern und damit eine besondere Vorbildfunktion.

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Das soziale Netzwerk zieht die Notbremse

Weil die User sich offenbar nicht selbst beherrschen können und laut einem 'BBC'-Bericht Tier-Selfies auf Instagram seit 2014 um 229 Prozent zugenommen haben, zieht das soziale Netzwerk jetzt die Notbremse. User, die nach einschlägigen Hashtags wie #koalaselfie suchen, erhalten eine Warnmeldung mit folgendem Inhalt:

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Das Herumreichen für Selfies und andere Fotos stresst die Tiere extrem

Über den Schalter "Mehr dazu" können sich User in englischer Sprache weiter informieren. Über "Beiträge anzeigen" kann man sich trotzdem die Suchergebnisse anzeigen lassen. Eine Zensur findet nicht statt. Die Zwangspause mit Message soll genügen, um die User zum Nachdenken zu bringen, wünscht sich Cassandra Koenen von der Tierschutzorganisation 'World Animal Protection', die gemeinsam mit Instagram die Hashtag-Liste erarbeitet hat.

Die Tierschützer weisen darauf hin, dass viele Wildtiere, mit denen Touristen Fotos machen, aus ihrem natürlichen Umfeld gewaltsam herausgerissen wurden. Das Herumreichen für Selfies und andere Fotos stresst die Tiere extrem. Deshalb sollten Touristen grundsätzlich darauf verzichten. Damit Wildtiere in Zukunft nicht so qualvoll verenden wie der Baby-Delfin in Argentinien.

Tier-Selfies sind in Ordnung, wenn...

  • ein sicherer Abstand eingehalten wird.
  • das Tier sich in seiner natürlichen Umgebung befindet.
  • das Tier sich frei bewegen kann und nicht gefangen gehalten wird.