Nervige Änderung: WhatsApp führt im Status-Bereich Werbung ein

2. August 2018 - 21:14 Uhr

WhatsApp wird ab 2019 Werbung schalten

Och nööö. Da will man doch einfach nur entspannt mit seinen Freunden auf WhatsApp chatten und dann: Werbung! Dass sie im nächsten Jahr kommen würde, war bereits bekannt, nur wo, stand noch nicht fest - bis jetzt.

Gründer Jan Koum hat Kampf gegen Werbung verloren

Die gute Nachricht: Immerhin werden die Werbeanzeigen nicht im privaten Chat-Feed erscheinen. Stattdessen soll jetzt im "Status"-Bereich Geld verdient werden. Mit dem "WhatsApp Status" kann man Texte, Fotos, Videos und animierte GIFs teilen, die nach 24 Stunden wieder verschwinden. Der Status funktioniert ähnlich wie die "Stories" auf Instagram und Facebook und wird derzeit von 450 Millionen Nutzern benutzt. Zudem sollen die WhatApp-Nutzer selbst einstellen können, ob sie Werbung sehen wollen oder nicht. Ziel ist es, durch die geplanten Werbeeinnahmen WhatsApp aus der Verlustzone zu bringen.

WhatsApp-Gründer Jan Koum und Brian Acton hatten sich in der Vergangenheit immer wieder gegen eine Finanzierung des Dienstes durch Werbung gewehrt. Nach dem sie den Facebook-Konzern verlassen haben, zu dem WhatsApp gehört, können sie nichts mehr tun, um das zu verhindern.

Geschäftsführer Matt Idema möchte mit großen Unternehmen Einnahmen erzielen

WhatsApp-Geschäftsführer Matt Idema kündigte zudem an, dass er vor allem mit großen Unternehmen Einnahmen erzielen möchte. Größeren Firmen soll es möglich gemacht werden, über WhatsApp direkt mit dem Kunden zu kommunizieren. Zu den ersten Unternehmen, die den neuen Dienst "WhatsApp Business API" in Anspruch nehmen, gehören die Fluggesellschaften KLM und Singapore Airlines, das Online-Reiseportal Booking.com, die Einkaufsplattform Wish sowie der Fahrdienstleister Uber.

Anwender muss zustimmen

Allerdings kann die Kommunikation erst nach Zustimmung des Anwenders erfolgen. Idema betonte, dass dem Nutzer aber bewusst sein muss, dass er nicht mit einer Privatperson chattet, sondern mit einem Großkonzern und diesem die persönlichen Informationen im Chat zur Verfügung stellt. Falls man jedoch nicht mehr mit dem Unternehmen in Kontakt stehen möchte, kann man es jederzeit mit einem Klick blockieren. Ab 2019 wird der neue Werbedienst eingeführt.