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Nervenkrimi um Panda-Sex

Die Uhr im Berliner Zoo tickt

Nervenkrimi um Panda-Sex

Pandas sind Einzelgänger

Zwei Pandabären, ein Liebestunnel und 72 Stunden. Das sind die nervenaufreibenden Fakten, die den Berliner Zoo in Atem halten. Meng Meng (5) und Jiao Qing (8) sollen Babys kriegen. Doch das mit dem Panda-Sex ist alles andere als einfach, denn eigentlich sind die knuffigen Bärchen Einzelgänger und haben gar keine Lust aufeinander. Ein Krimi im Bambusgehege.

Liebestunnel zu Meng Meng

Seit Freitagmorgen quiekt sie fröhlich vor sich hin. Pandamädchen Meng Meng ist paarungsbereit. Das signalisiert sie Jiao Qing mit ganz bestimmten Lauten. Und er steht - um bei der tierischen Sprache zu bleiben - rattig vor ihrem Gehege. Wie das aussieht, das sehen Sie im Video.

Durch einen speziellen Liebestunnel kann er in den Bereich seiner Panda-Dame gelangen. Eigentlich leben sie in getrennten Gehegen. Die Bären aus China sind nämlich eigentlich Einzelgänger. Nur einmal im Jahr sind Panda-Weibchen für maximal 72 Stunden paarungsbereit. Nur dann haben sie Interesse aneinander. Doch obwohl es zwischen Meng Meng und Jiao Qing erst ganz gut zu laufen schien, schlug der erste Paarungsversuch dann fehl. Das ist aber kein Grund, sich zu grämen, denn: Nur fünf Prozent der in Aufzuchtstationen lebenden Pandas zeugen auf natürlichem Wege Nachwuchs. Der Rest wird künstlich befruchtet.

Sex oder Elektro-Ejakulator

Sollten die Bambus-Bären also weiterhin zickig sein, stehen zwei Experten aus China bereit, die dann eine künstliche Befruchtung einleiten könnten. Das passiert mit einem sogenannten Elektro-Ejakulator. Beide Pandas müssten dann kurzzeitig in Narkose versetzt werden.

Erst mal setzt der Berliner Zoo aber noch auf die natürliche Befruchtung. Immerhin sind die beiden die einzigen Bärchen in einem deutschen Zoo, die sich paaren könnten. Die Panda-Odyssee geht also erst mal weiter. Im Moment heißt das konkret: Jiao Qing lässt sich von Bambus ablenken und Meng Meng wartet sehnsüchtig darauf, begattet zu werden.