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Nelson Mandela ringt mit dem Tod: "Man bereitet sich auf das Unvermeidbare vor"

Nelson Mandela ringt mit dem Tod: "Man bereitet sich auf das Unvermeidbare vor"

RTL-Reporterin berichtet vom Abschied der Menschen an der Klinik in Pretoria

Südafrika bangt weiter um das Leben seines Nationalhelden Nelson Mandela. Vor dem Krankenhaus in Pretoria beteten die Menschen auch in der vergangenen Nacht für ihren Ex-Präsidenten. Sie brachten Blumen und schrieben Genesungswünsche für den 94-Jährigen. "Man bereitet sich hier auf das Unvermeidbare vor", berichtet RTL-Reporterin Nicole Macheroux-Denault, die am Krankenhaus in Pretoria ist.

RTL-Reporterin berichtet vom Abschied der Menschen an der Klinik in Pretoria
Vor der Klinik in Pretoria beten die Menschen für ihren Helden Mandela.

Mandelas Zustand hatte sich in den vergangenen Tagen dramatisch verschlechtert. "Mandela verbringt jetzt schon den 18. Tag auf der Intensivstation, es ist eine Lungenentzündung, die ihm sehr zu schaffen macht", so Macheroux-Denault.

Gestern besuchte Mandelas Ex-Frau Winnie den 94-Jährigen am Krankenbett. "Es ist aber erstaunlich, dass nicht nur seine Familie, hohe Politiker und Weggefährten dieses Freiheitskämpfers für Afrika herkommen, um ihn zu besuchen - sondern auch die ganz normalen Menschen", berichtet Macheroux-Denault, der eine Frau mit Blumen und einer Karte vor der Klinik begegnete. Auf der Karte stand nur 'Dankeschön Nelson Mandela'. "Die Frau erzählte uns, sie sei extra angereist weil sie ein unheimlich großes Bedürfnis hatte, sich dafür zu bedanken, dass sie ein Leben in Freiheit führen darf, weil Nelson Mandela für Sie gekämpft hat."

Genesungswünsche beobachtet die RTL-Reporterin an der Klinik kaum noch: "Es ist das 'Danke'-Sagen an einen großen Helden Afrikas, an einen Freiheitskämpfer."