EMA empfiehlt Dokumentation von Erkrankungen im Zusammenhang mit Impfstoffen

Entzündung des Rückenmarks und Kapillarlecksyndrom bald offizielle Impf-Nebenwirkungen?

Coronavirus - Impfung gegen Covid-19
Coronavirus - Impfung gegen Covid-19
© dpa, Markus Scholz, wst

15. November 2021 - 12:51 Uhr

Neue Nebenwirkungen bekannt?

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt, neue Nebenwirkungen bei der Coronavirus-Impfung mit verschiedenen Impfstoffen hinzuzufügen. Hierbei geht es um die Impfstoffe von Johnson&Johnson, Moderna und BioNTech/Pfizer. Bei dem Wirkstoff Johnson&Johnson empfiehlt die Behörde, dass man eine entzündliche Erkrankung des Rückenmarks – tranverse Myelitis - als Nebenwirkung hinzufügt. Diese Erkrankung kommt in Deutschland eher selten vor. Sie kann beispielsweise Lähmungen und Taubheitsgefühl verursachen.

Verschiedene Vakzine werden geprüft

Außerdem prüft die EMA, ob das Kapillarlecksyndrom eine mögliche Nebenwirkung bei dem Moderna-Vakzin sein könnte. Hierzu soll es Berichte geben. Das Kapillarlecksyndrom erklärt die EMA so: "Das Capillary-Leak-Syndrom ist eine sehr seltene, ernste Erkrankung, bei der es zu Flüssigkeitsaustritt aus kleinen Blutgefäßen (Kapillaren) kommt, was zu Schwellungen vor allem in den Armen und Beinen, niedrigem Blutdruck, Verdickung des Blutes und niedrigen Blutspiegeln von Albumin (einem wichtigen Blutprotein) führt."

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Multisystem-Entzündungssyndrom?

Weiter erklärte die EMA aber auch, dass es bei dem Zusammenhang zwischen einer mRNA-Impfung, wie Moderna und BioNTech/Pfizer und der Erkrankung "Multisystem-Entzündungssyndrom" nicht genügend Beweise gäbe. (fst)