Mavs mit Spektakel-Pleite

NBA-Restart: Alle knien - Isaac nicht

NBA: Orlando Magic at Brooklyn Nets
© USA TODAY Sports, Ashley Landis, so6

01. August 2020 - 11:15 Uhr

Kniefall? Isaac setzt eher auf Gospel

Beim NBA-Restart hat sich Jonathan Isaac von Orlando Magic als erster Spieler nicht am ligaweiten Protest für soziale Gerechtigkeit beteiligt. Vor dem Duell mit den Brooklyn Nets (128:118) blieb der 22-Jährige während der US-Nationalhymne stehen, alle anderen Spieler gingen wie schon ihre Kollegen am Vortag auf die Knie.

„Für mich persönlich nicht die Antwort“

"Auf die Knie zu gehen und dabei ein Black-lives-matter-Shirt zu tragen ist für mich persönlich nicht die Antwort. Für mich werden schwarze Leben durch den Gospel unterstützt", so die religiös geprägte Meinung Isaacs.

Auch Startrainer Gregg Popovich von den San Antonio Spurs blieb stehen, trug aber das T-Shirt mit der Aufschrift 'Black Lives Matter' (schwarze Leben zählen). Auch darauf hatte Isaac verzichtet. "Jeder muss eine persönliche Entscheidung treffen. Die Liga war diesbezüglich großartig: Jeder hat die Freiheit zu reagieren, wie er möchte", so Popovich.

Harden überragt alle

Nationalspieler Maximilian Kleber verlor mit seinen Dallas Mavericks das Auftaktspiel beim Saisonfinale der NBA auf spektakuläre Weise. Den Houston Rockets unterlagen die Texaner nach Verlängerung in der NBA-Blase von Orlando/Florida 149:153. Kaum zu stoppen war einmal mehr James Harden. Der Superstar der Rockets machte 49 Punkte.

Zur Pause führte Dallas 85:75, die Teams kamen gemeinsam auf 160 Punkte - Saisonrekord. Kleber verbuchte sieben Punkte, Kristaps Porzingis (39 Punkte, 16 Rebounds) gelang ein Double-Double für die Mavericks, Luka Doncic gar ein Triple-Double (28, 13, 10 Assists).

Boston verliert - Theis mit Doiuble-Double

Auch für Daniel Theis setzte es mit Titelkandidat Boston Celtics eine Niederlage. Der Rekordmeister verlor gegen die Milwaukee Bucks um Giannis Antetokounmpo (36 Punkte) mit 112:119. Theis startete auf der Center-Position und sorgte mit 13 Punkten und 12 Rebounds für ein Double-Double.

Die Washington Wizards mit den deutschen Nationalspielern Isaac Bonga und Moritz Wagner mussten sich den Phoenix Suns 112:125 geschlagen geben. Damit wird es für das im Osten neuntplatzierte Team aus der US-Hauptstadt immer schwieriger, einen Playoff-Platz zu ergattern. Starter Bonga machte neun Punkte, Wagner zwei.