Naturschützer Michael Succow: "Die Zukunft ist weiblich"

Der Naturschützer und Stiftungsgründer Michael Succow sitzt in der Programmbibliothek "Moor und Naturschutz". Foto: Stefan Sauer/dpa
Der Naturschützer und Stiftungsgründer Michael Succow sitzt in der Programmbibliothek "Moor und Naturschutz". Foto: Stefan Sauer/dpa
© deutsche presse agentur

16. April 2021 - 7:39 Uhr

Greifswald (dpa/mv) - Der Naturschützer und Stiftungsgründer Michael Succow hat die Rolle von Frauen bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen betont. "Die Zukunft ist weiblich", sagte er der Deutschen Presse-Agentur anlässlich seines 80. Geburtstages am 21. April. Er traue von Frauen gesteuerten Gemeinschaften weit mehr Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit zu. Succow berief sich dabei unter anderem auf Erfahrungen, die er weltweit im Umgang mit indigenen Gemeinschaften gemacht habe.

Anfang des Jahres hatte seine Tochter, Kathrin Succow, von ihm den Vorsitz des Stiftungsrates der Succow-Stiftung übernommen. Frauen funktionierten anders als Männer, sagte die 55-Jährige. Sie seien im Allgemeinen teamorientierter und empathischer. Die Herausforderungen dieser Zeit brauchten Teams und die Integration verschiedener Perspektiven. "Es geht nicht um Polarisierung, es geht um Zusammenführen."

Die Succow-Stiftung mit Sitz in Greifswald setzt weltweit Naturschutzprojekte um. Michael Succow hatte sie 1999 mit den 100.000 D-Mark Preisgeld, gegründet, die er 1997 zusammen mit dem Alternativen Nobelpreis erhalten hatte. Er war dafür ausgezeichnet worden, dass er zur Wendezeit zusammen mit Mitstreitern dafür gesorgt hatte, dass große Gebiete der ehemaligen DDR dem Naturschutz gewidmet wurden.

© dpa-infocom, dpa:210416-99-224706/2

Quelle: DPA

Auch interessant