Nations League: Bundestrainer Joachim Löw vom Abstieg der DFB-Elf bitter enttäuscht

Zum Haare raufen: Der Abstieg des DFB-Teams aus der Liga A der Nations League ist besiegelt
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17. November 2018 - 11:43 Uhr

Schützenhilfe bleibt aus - Abstieg besiegelt

Es ist bittere Realität: Das DFB-Team muss den schweren Gang in die europäische Zweitklassigkeit antreten. Die Niederlande besiegte Weltmeister Frankreich mit 2:0 und erstickte die Hoffnungen auf den Klassenerhalt der deutschen Nationalmannschaft im Keim. Bundestrainer Joachim Löw ist vom Abstieg enttäuscht – blickt aber nach vorne.

Versöhnlicher Abschluss eines verkorksten Fußballjahres?

"Für uns ist das Ergebnis natürlich bitter. Wir müssen es aber akzeptieren",  sagte der Bundestrainer, als der Abstieg besiegelt war. Das Prestigeduell gegen den Nachbarn aus Holland hat nun Testspielcharakter. Dennoch verspricht Löw volle Motivation und Konzentration – vor allem, um bei den Fans nach dem Horror-Jahr Wiedergutmachung zu betreiben. "Aus diesem Jahr, das insgesamt enttäuschend für uns war, wollen wir uns mit einem guten Spiel von unsereren Fans verabschieden", betonte der 58-Jährige.

Doch viele Fans zeigten sich ind en sozialen Netzwerken alles andere als "amused" über den Abstieg der DFB-Elf:

Bierhoff: "frustriert und genervt"

"Der Abstieg ist kein Weltuntergang", hatte Löw schon vor dem Spiel angekündigt. Doch der Gang in die europäische Zweitklassigkeit hinterlässt bei Spielern und Verantwortlichen Spuren.

"Natürlich ist man frustriert und genervt", sagte Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff. Mittelfeldspieler Leon Goretzka haderte ebenfalls mit der schlechten Platzierung: "Bis auf Jonas Hektor hat noch keiner die Erfahrung gemacht, abzusteigen. Das fühlt sich natürlich nicht gut an."

Umbruch in vollem Gange

In den Fokus rückt jetzt die Qualifikation für die Europameisterschaft 2020. "Wir werden uns dafür qualifizieren", gab sich Löw trotz der vielen schwache Leistungen in der jüngsten Vergangenheit selbstbewusst.

Auf dem Weg zur EM will er auf die "jungen Wilden" setzen. Bereits gegen Russland (3:0) schickte der 58-Jährige einige seiner Youngsters von Beginn an aufs Feld. "Wir werden auch weiterhin Räume für unserere jungen Spieler schaffen", lautet die Marschrichtung zur EM 2020.