Ungeliebter Wettbewerb ein Glücksfall für den Bundestrainer

Fußball: Confed-Cup-Sieg 2017 rettet Joachim Löw den Job

Da ist das Ding: Joachim Löw feiert mit der Mannschaft den Triumph im Confed Cup
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21. Dezember 2018 - 10:36 Uhr

Löw kann sich beim zweiten Anzug bedanken

Bei Confed-Cup-Turnieren ist selten die Crème de la Crème des internationalen Fußballs am Start. Zur WM-Generalprobe im Vorjahr nahm auch Joachim Löw nur eine B-Mannschaft mit. Dass diese das Turnier in Russland gewann und dem Bundestrainer im Nachhinein den Job rettete, konnte damals keiner ahnen.

Einhellige Meinung im DFB-Präsidium: "Jogi kann das"

Vor allem wegen seines Erfolges beim Confed Cup 2017 hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auch nach dem WM-Debakel an Joachim Löw als Bundestrainer festgehalten. Löw habe damals "auf eine sehr effektive und von hoher sozialer Kompetenz geprägte Art und Weise in kürzester Zeit ein Team aus jüngeren Spielern geformt, das ein überzeugendes Turnier gespielt hat", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel dem Sportbuzzer: "Diese Erfahrung war für uns die Grundlage zu sagen: Jogi kann das!"

"Einen Plan B" habe es nie gegeben, betonte Grindel, weil das gesamte DFB-Präsidium der Meinung gewesen sei, "dass niemand so geeignet ist, einen Umbruch zu gestalten, wie Joachim Löw".

Allerdings hatte der Bundestrainer erst nach der 0:3-Pleite in der Nations League in Holland einen personellen Umbruch gewagt. Den Abstieg im neugeschaffenen UEFA-Wettbewerb konnte das verjüngte Team trotz überzeugender Auftritte bei Weltmeister Frankreich (1:2) und im Rückspiel gegen Holland (2:2) nicht mehr verhindern.