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Narkose wirkte nicht: Schulter-OP bei vollem Bewusstsein miterlebt

Horror-OP: Narkose wirkt nicht
Horror-OP: Narkose wirkt nicht Patient Meik bekommt alles mit 02:31

Patient erleidet fürchterliche Schmerzen

Meik Neff hat erlebt, was jedem Patienten den Angstschweiß auf die Stirn treibt: Als er wegen seiner gebrochenen Schulter auf dem OP-Tisch liegt, wirkt die Narkose nicht – er bekommt alles mit, kann sich aber nicht bemerkbar machen. Noch nach Monaten leidet er seelisch unter den Folgen. Aber wie kann so etwas überhaupt passieren?

Ärzte bemerkten Fehler nicht

"Man bekommt eine Todesangst. Die schneiden dich auf, du spürst die Schmerzen und dein Körper schaltet ab." Meiks Geschichte jagt einem einen Schauer über den Rücken. Eigentlich sah alles nach einem Routine-Eingriff aus, doch dann bemerkten der Chirurg und seine Helfer nicht, dass sein Patient trotz der Betäubung noch bei Bewusstsein ist. Eine unvorstellbare Situation – die allerdings nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Aber wie kann das sein? "Wenn der behandelnde Anästhesist über Routine-Monitore verfügt und gar nicht erkennt, dass die Narkose mittlerweile so flach geworden ist, dass der Patient möglicherweise Sinneswahrnehmungen haben könnte", erklärt Prof. Dr. Michael Quintel, Leiter der Klinik für Anästhesiologie in Göttingen.

Krankenhaus stellt sich quer

Erst als Meik in seinen Beatmungsschlauch beißt, erfasst das Klinikpersonal die Lage und erhöht die Narkose. Doch für den LKW-Fahrer aus Unna hat sich das Leben seit der missglückten OP völlig verändert: Angstzustände und schlaflose Nächte bestimmen seinen Alltag. Im Video beschreibt er, wie er mit der Situation umgeht – und warum sich das Krankenhaus trotz der anfänglichen Entschuldigung der Anästhesistin nun querstellt.

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