Namibia-Urlauber Hardy S. wurde von Leopard angegriffen: Jetzt spricht er über die Attacke

29. Mai 2018 - 12:06 Uhr

Safari-Urlaub in Namibia endete beinahe tödlich

Es sollte eine richtiges Abenteuer werden: Hardy S. (61) reiste mit seiner Lebensgefährtin Petra W. (60) nach Namibia. Das Paar besuchte Bekannte in Windhoek und Swakopmund und machte sich dann mit dem Wohnmobil auf, um den spektakulären Kuiseb-Canyon zu erkunden. Doch dann passierte etwas, was Hardy S. beinahe das Leben gekostet hätte.

"Ich glaube, jetzt muss ich sterben"

Das Paar aus Konstanz campte über Nacht mitten in der Wildnis. Gegen ein Uhr nachts hörte der 61-Jährige ein Geräusch vor dem Wohnmobil. Um nachzusehen, öffnete er eines der Fenster des Campers. Als er sich über die Küchenzeile beugte und seinen Kopf aus dem Fenster streckte, sprang ihn plötzlich ein Leopard an und verbiss sich in seiner Kehle. Minutenlang ließ das Tier nicht los und vergrub seine Krallen in der Kopfhaut des Mannes.

Inzwischen ist das Paar zurück in Deutschland und war bereit, exklusiv mit RTL-Reportern über die traumatischen Erlebnisse der Nacht zu sprechen. "Einer der schlimmsten Momente war eigentlich, wo die Luft immer weniger wurde", erinnert sich der 61-Jährige. Er rief: "Petra, ich glaube, jetzt muss ich sterben, ich kann nicht mehr, mir fehlt die Luft." Das erzählt Hardy S. im RTL-Interview. "Zum Glück hat meine Frau das nicht gehört. Meine Stimme war einfach schon zu schwach."

Der Leopard belauerte das Wohnmobil stundenlang

Erst nach vier langen Minuten ließ der Leopard von Hardy S. ab. Der 61-Jährige konnte sich ins Wohnmobil retten und überlebte den Angriff der Raubkatze schwer verletzt. Doch der Albtraum war noch nicht vorbei. Der Leopard wollte seine Beute so schnell nicht aufgeben und belagerte das Wohnmobil noch stundenlang.

Es dauerte bis zum nächsten Morgen, bevor ein Angestellter einer in der Nähe liegenden Park Lodge das Paar fand. Seine Lebensgefährtin Petra W. – eine gelernte Arzthelferin – hatte die ganze Nacht um Hardys Leben gekämpft. Wie es Hardy S. inzwischen geht, das sehen sie im Video.