Nahost-Konflikt: Leben unter der Erde

22. August 2014 - 8:50 Uhr

RTL-Reporterin Raschel Blufarb berichtet aus Israel

Eine Waffenruhe im Nahost-Konflikt ist weiter nicht in Sicht. Im Gegenteil. Israelis und radikale Palästinenser im Gazastreifen lassen weiter die Waffen sprechen. Um ein Ende der eskalierenden Gewalt herbeizuführen, hat sich nun erstmals US-Präsident Barack Obama Israels Premier Benjamin Netanjahu als Vermittler angeboten.

Israel: Nahost-Konflikt
Ärzten im Gazastreifen fehlt es an medizinischem Equipment und Medikamenten. Die humanitäre Katastrophe ist bereits in vollem Gange.

Die USA seien bereit, ein "Ende der Feindseligkeiten" herbeizuführen, sagte Obama in einem Telefonat mit Netanjahu laut einer Mitteilung des Weißen Hauses. Unter anderem sei dies möglich durch eine Rückkehr zu der im November 2012 vereinbarten Waffenruhe. Obama zeigte sich besorgt über die dramatische Entwicklung und sagte, alle Seiten müssten die Leben von Zivilisten schützen und Ruhe einkehren lassen. Netanjahus Antwort darauf fiel unmissverständlich aus: Nach mehr als sechsstündigen Beratungen mit seinem Sicherheitskabinett ordnete er "weitere Stufen" des Militäreinsatzes gegen die Extremisten im Gazastreifen an.

Besonders die Kinder - manche haben erst das Licht der Welt erblickt - leiden unter den Kampfhandlungen. RTL-Reporterin Raschel Blufarb berichtet aus Ashkelon, wo für viele Israelis das Leben unter der Erde weitergeht.