Onychomykose: Das sollten Sie beachten

Nagelpilz im Anfangsstadium behandeln und loswerden - so geht's

© iStockphoto

11. November 2019 - 10:30 Uhr

Ob am Fuß oder an der Hand: Nagelpilz ist unangenehm

Wussten Sie, dass mehr als jeder zehnte Bundesbürger an Nagelpilz leidet? Trotzdem wird selten über das Thema gesprochen - wahrscheinlich weil es den meisten Betroffenen peinlich oder unangenehm ist. Dabei sind Pilzerkrankungen nichts, wofür man sich schämen müsste. Und sie sind relativ gut zu behandeln, wenn sich Betroffene an Experten wenden - am besten im Anfangsstadium. Wir zeigen Ihnen, wie Nagelpilz entsteht und was Sie dagegen tun können.

So entsteht Nagelpilz

Zu den häufigsten Ursachen für Nagelpilz (Onychomykose) gehören schlecht sitzende Schuhe. Auch Fehler bei der Nagelpflege, Stoßverletzungen oder feuchte Schuhe können "das empfindliche Nagelbett reizen und es als Eintrittspforte für Pilze anfällig machen", so die Podologin Claudia Krauß aus Kempten im Patientenmagazin "HausArzt". Besonders anfällig für Nagelpilz sind der Expertin zufolge Diabetiker und Menschen mit Durchblutungsstörungen.

Eine Ansteckung erfolgt in der Regel über mikroskopisch kleine Fadenpilze, die sich von verhornten Hautstellen ernähren und in die Hornzellschichten eindringen. Von der infizierten Haut am Nagelrand breiten sich die Erreger dann in die Haut unterhalb der Nagelplatte aus. Pilzsporen mögen es warm und feucht - deshalb entsteht Nagelpilz häufiger an den Füßen als an den Händen. In geschlossenen Schuhen herrscht nunmal oft ein feuchtwarmes Klima, vor allem im Sommer. Erreger lauern überall, wo Menschen barfuß laufen: Im Schwimmbad, in der Sauna oder auch in Umkleidekabinen, aber auch auf Hotel-Teppichen ist Vorsicht geboten.

Die wichtigsten Nagelpilz-Symptome im Überblick

Menschen mit nackten Füßen im Schwimmbad
Ob sich hier Nagelpilz-Erreger tummeln? Mit nackten Füßen durch das Schwimmbad zu laufen, ist riskant.
© iStockphoto, Slobodan Vasic Fotostorm Studio

Wenn sich die Fuß- oder Fingernägel optisch verändern, sollten Sie unbedingt handeln:

  • Gelbliche bis dunkle Verfärbungen sind typisch für Nagelpilz
  • Teilweise sind infizierte Nägel auch verdickt oder die Oberfläche blättert ab
  • Manchmal treten zudem Schmerzen und Entzündungen auf

Falls Sie den Verdacht haben, dass Sie sich einen Nagelpilz eingefangen haben, sollten Sie laut Krauß auf Fußbäder verzichten und nicht an den Nägeln herumbohren. Sonst könnten sie sich vom Nagelbett ablösen! "Versuchen Sie auch nicht, die verfärbten Stellen wegzuschneiden. Am Ende bleibt immer ein Stummelnagel."

Was tun? Nagelpilz behandeln und loswerden

Anzeichen für Nagelpilz
Anzeichen für Nagelpilz sind verfärbte Fuß- oder auch Fingernägel
© iStockphoto

Betroffene sollten die Füße oder Hände ihrem Arzt zeigen oder in eine zertifizierte Praxis für Podologie gehen. "Dort wird fachkundig entschieden, welche Behandlung sich eignet." In manchen Fällen übernehme die Krankenkasse die Kosten. 

Je früher der Nagelpilz erkannt wurde, desto besser sind die Heilungschancen. Als besonders wirksam gilt Antipilz-Nagellack* mit Antimykotika wie Amorolfin oder Ciclopirox*, die über den Lack ins Nagelgewebe einziehen. Der behandelnde Arzt kann bei Bedarf auch Tabletten verschreiben, um das Problem in den Griff zu bekommen.

So einfach lässt sich Nagelpilz vorbeugen

"UV-Licht der Sonne wirkt wie ein natürliches Anti-Pilz-Mittel", so Podologin Claudia Krauß. Wer Fußpilz vorbeugen möchte, sollte also oft barfuß laufen. Simpel, oder? Wer lieber mit Schuhen läuft, kauft am besten Modelle, die nicht zu eng ausfallen, damit genug Luft an die Füße kommt und die Zehen Spiel haben. Sonst droht auch noch Fußpilz.

*Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.