Bundestrainer zur Heim-EM 2024?

Klopp lässt Zukunft nach 2022 offen

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23. Juli 2019 - 9:29 Uhr

Raum für Spekulationen

Jürgen Klopp als Bundestrainer? Das wäre für viele Fans der deutschen Nationalmannschaft ein Traum. Der 52-Jährige hat sich zu seiner Zukunft geäußert. Die Aussage lässt Raum für Spekulationen.

Job als Bundestrainer eine Option

Klopps Berater Marc Kosicke hatte erst kürzlich betont, dass der Job als Bundestrainer "eine Option" sei. Konkret sagte Kosicke in einem Interview mit der "Welt": "Jürgen selbst hat mal gesagt, dass für den Fall, dass Jogi Löw irgendwann nicht mehr Bundestrainer sein möchte und die Konstellation so wäre, dass er das machen könnte, dies eine Option für ihn sei."

Zukunft nach 2022 offen

Der Vertag beim FC Liverpool läuft noch bis 2022. Den wolle der Champions-League-Sieger nach eigener Aussage erfüllen. Ob und wie es danach für Klopp an der Anfield Road weitergeht, ließ er offen. "Wir werden sehen. Warum sollten wir jetzt darüber nachdenken?", so "Kloppo".

Laut dem englischen Boulevard haben die "Reds" ihrem Coach nach dem Erfolg in der Champions League einen Mega-Vertrag angeboten. Klopp sollte demnach ein Arbeitspapier bis 2025 unterschreiben und in den sechs Jahren 66 Millionen Euro verdienen.

Bundestrainer zur WM 2022 oder EM 2024?

In Anbetracht von Klopps Äußerungen könnte es sein, dass er auf die WM 2022 in Katar schielt. Sein Vertrag liefe im Sommer aus, bliebe ein halbes Jahr um die Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft im Winter vorzubereiten. Ein realistischeres Szenario scheint eher, dass Joachim Löw, dessen Vertrag ebenfalls bis 2022 läuft, nach der WM in Katar die Segel streicht und Klopp nach einem halben Jahr Pause die Nationalelf übernimmt. ESPN berichtete zuletzt, dass der Erfolgscoach nach seinem Engagement in England zunächst eine Pause einlegen wolle.

Führt man die Gedankenspiele weiter aus, könnte es zu folgenden Headline kommen: "Bundestrainer Klopp macht Deutschland zum Europameister im eigenen Land." Ein echtes Fußball-Märchen.

Manchester City bleibt der "große Favorit"

Konkreter wird es da hingegen schon bei der Vorbereitung auf die anstehende Spielzeit. Trotz des unglaublichen Zweikampf mit Manchester City, den Liverpool nur mit einem Zähler verlor, sieht Klopp die Citizens als "großen Favoriten".

"Wir haben letzte Saison ein besonderes Level erreicht und das sollte die Basis davon sein, was wir von uns in der nächsten Saison erwarten", erklärt der 52-Jährige und fügt hinzu: "Alle Teams fangen wieder neu an, es gibt kein Duell zwischen City und uns und der Rest schaut zu. So läuft die Premier League nicht, alle Spiele sind so schwer." Liverpool eröffnet die Saison am 9. August mit einem Duell gegen Aufsteiger Norwich City um den deutschen Teammanager Daniel Farke.