Nachbarschaftsprotest für schnelleres Internet

"Wir brauchen schnelles Internet!!" ist auf einer Straße zu lesen. Foto: Ole Spata/dpa
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06. Mai 2020 - 7:02 Uhr

Online-Unterricht, Homeoffice, Videokonferenzen - das alles funktioniert nur mit einer stabilen Internetleitung. Doch nicht überall ist das der Fall, wie der 12-jährige Max Lutz und seine Nachbarn aus dem niedersächsischen Dorf Weetzen (Region Hannover) am eigenen Leib erfahren mussten. Sie haben deswegen eine Aktion gestartet, in großen Buchstaben ihren Wunsch nach schnellerem Internet auf die Straße gemalt und davon ein Drohnenfoto veröffentlicht. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" hatte zunächst darüber berichtet.

Ausgangspunkt der Aktion war der Sechstklässler Max, wie seine Mutter Tanja Lutz der Deutschen Presse-Agentur erzählte. Sie und ihr Mann arbeiteten beide im Homeoffice. "Wenn wir alle gleichzeitig im Internet sind, dann fliegt Max schon auch mal aus einer Videokonferenz für die Schule raus". Das habe ihn so geärgert, dass er einen Brief an die Telekom geschrieben habe - im Namen aller Kinder der Nachbarschaft. Beim Einholen der Unterschriften habe sich herausgestellt, dass alle 18 Haushalte in dem Baugebiet über eine langsame Internetleitung verfügten. Daraufhin habe sich die Nachbarschaft organisiert. Max hofft jetzt auf eine baldige Antwort der Telekom - den Brief hat er am Freitag abgeschickt.

Quelle: DPA