Nachbarn hörten die Schreie: Entführtes Baby lag in Mülltüte neben dem Abfall

04. August 2017 - 23:28 Uhr

Entführerin muss elf Jahre ins Gefängnis

Weil sie es "zu sehr liebte", entführte eine 34-Jährige aus Kambodscha das Baby ihrer besten Freundin – und warf es kurze Zeit später in einer Mülltüte zu den Abfällen vor dem Haus seiner Mutter. Das fünf Monate alte Mädchen überlebte das Martyrium – die Täterin Yin S. wurde nun zu elf Jahren Haft verurteilt.

Sie klebte dem Baby den Mund zu

Wie die 'Phnom Penh Post' berichtete, hatte sich Yin S. im März mit Freundinnen zum Kartenspielen getroffen. Der Mutter des Babys sagte sie, dass sie zur Toilette müsse – stattdessen schlich sie sich heimlich in das Zimmer, in der der Säugling schlief. Yin S. klebte dem kleinen Mädchen den Mund mit Klebeband zu, steckte es in einen Plastikbeutel und ließ es mithilfe eines Seils aus dem Fenster auf die Straße hinunter, so die Zeitung.

Von alledem bemerkte ihre ahnungslose Gastgeberin nichts – Yin S. verabschiedete sie sich und machte sich mit dem Baby aus dem Staub. Sie sei "komplett vernarrt" in das Kind gewesen, schrieb die Zeitung 'Cambodia Daily', darum "musste sie die Kleine einfach mitnehmen". Doch schon am nächsten Morgen kamen S. Zweifel und sie begann, die Tat zu bereuen – wohl auch, weil sie einen Anruf der verzweifelten Eltern erhielt, die ihr Kind suchten. Darum beschloss sie, das Baby wieder zurück zu seiner Mutter zu bringen.

Baby hätte leicht ersticken können

Sie wickelte das kleine Mädchen wieder in eine Plastiktüte und packte das Bündel in das Gepäckfach ihres Motorrollers. Damit fuhr S. zurück zum Haus ihrer Freundin, legte das Baby in der Mülltüte neben die anderen Abfälle, die an der Straße standen und machte sich aus dem Staub.

Gerade noch rechtzeitig hörten Nachbarn, wie das Baby schrie und um Luft rang. Das kleine Mädchen wurde gerettet und Yin S. kurz darauf verhaftet. Der Richter begründete das harte Urteil damit, dass der Täterin hätte klar sein müssen, dass das Baby während der brutalen Entführung auch sehr leicht hätte ersticken können. Die unfassbaren Bilder der Tat sehen sie im Video – zum Glück hat sich das kleine Mädchen gut von dem schrecklichen Erlebnis erholt.